Glossar
A
Abfindungsguthaben
Zu zahlender Geldbetrag für die Beendigung einer Rechtsstellung durch die Gesellschaft (Anteil eines Gesellschafters am Gesellschaftsvermögen).
Abschreibung
Bezeichnung für Wertverlust von Unternehmensvermögen (Anlagevermögen und Umlaufvermögen). Dieser wird meist aus betriebswirtschaftlicher Sicht ermittelt und – unter Beachtung handelsrechtlicher Besonderheiten – als Aufwand in der Gewinnermittlung berücksichtigt.
Abtretung
Dient zur Sicherheit von Forderungen Dritter, z.B. zur Sicherung eines Hypothekendarlehens.
Added Value
Wertzuwachs, den eine Venture-Capital-Gesellschaft durch ihr Management Know-how und Betreuung im Unternehmen im Sinne der Anleger bewirkt.
Agio
Aufgeld, das bei der Ausgabe über den Nennwert (100 %) hinaus an die Gesellschaft gezahlt wird.
Aktie
Eine Aktie ist nach dem deutschen Aktiengesetz (AktG):
- ein Bruchteil des Grundkapitals (§§ 1 Abs. 2, 29 AktG)
- der Inbegriff der Rechte und Pflichten derjenigen, welche ihre Einlagen auf die Aktie im Sinne von Nr.1 geleistet haben (Aktionär) gegenüber der Gesellschaft (etwa §§ 11, 12, 64 AktG, vergleichbar mit dem Geschäftsanteil an einer GmbH)
- ein Wertpapier, welches den Anteil an einer Gesellschaft (auch Anteilsschein) verbrieft.
- In Deutschland werden diese Gesellschaften, die ihr Grundkapital in Aktien zerlegen und diesen Anteil verbriefen als Aktiengesellschaft (AG) oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) bezeichnet.
Aktiengesetz
Das deutsche Aktiengesetz regelt die Errichtung, die Verfassung, Rechnungslegung, Hauptversammlungen und Liquidation von Aktiengesellschaften sowie von Kommanditgesellschaft auf Aktien.
Das Aktiengesetz regelt die Rechte und Pflichten der auf Aktien basierenden Kapitalgesellschaften. Zusätzlich zum Aktiengesetz sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Bürgerlichen Gesetzbuches anwendbar.
Ankaufsrendite
Prozentuales Verhältnis der beim Ankauf erzielten jährlichen Mieteinnahme zum Kaufpreis (ohne Berücksichtigung von Ankaufsnebenkosten).
Anlageerfolg
Ertrag pro Jahr oder auf die Gesamtlaufzeit, meist als Rendite bezeichnet. Der Anlageerfolg lässt sich nach dem erzielten Vermögenszuwachs bemessen.
Anlagestrategie
Eine Anlagestrategie ist die Strategie des Kaufens und Verkaufens von Aktien, Anleihen, Optionen, Zertifikaten, etc
Anlaufkosten
Kosten, die bei Gründung bzw. Start eines Unternehmens oder Konzeption eines Fonds entstehen, wie zum Beispiel für Rechtsberatung, Steuerberatung, Notarkosten und andere Gebühren.
Anleger
Der Anleger (auch Kapitalanleger oder Investor genannt) legt Geld am Kapitalmarkt an (er investiert). Anleger werden in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt, da sie jeweils unterschiedlich am Markt auftreten und auch andere Anlagestrategien verfolgen.
Annuität
Gleichbleibende Leistungsrate für ein Darlehen, bei dem im Laufe der Zeit der Tilgungsanteil zunimmt. In der Investitionsrechnung eine gleichbleibende regelmäßige Zahlung.
Anteilsfinanzierung
Möglichkeit für Anleger zur Finanzierung des Eigenkapitalanteils durch Fremdkapital, welche normalerweise auf die Bonität des Anlegers abgestellt ist.
Asset Deal
Kauf von Anteilen an Wirtschaftsgütern (Assets) bzw. Personengesellschaften (steuerlich gesehen). Hierbei werden die Wirtschaftsgüter eines Unternehmens, also Grundstücke, Gebäude, Maschinen etc. im Rahmen der Singularsukzession einzeln übertragen. Es handelt sich daher um einen Sachkauf.
Asset-Manager
Die Vermögensverwaltung (engl.: Asset Management) gehört zu den zentralen Finanzdienstleistungen. Im Mittelpunkt dieses Geschäftsfeldes der Geschäftsbanken steht die Verwaltung bedeutender privater und institutioneller in- und ausländischer Vermögen verschiedener Anlagen-Klassen (Aktien, Renten, Immobilien und Liquidität).
AUD
Der australische Dollar ist das gesetzliche Zahlungsmittel des Commonwealth of Australia. Aktueller Wert in Euro: http://www.x-rates.com/d/EUR/AUD/graph120.html
Ausflaggung
Wechsel der Nationalflagge eines Schiffes, der mit einem Wechsel in das Schiffsregister eines anderen Staates einhergeht.
Ausgabepreis
- Preis bzw. Kurs, den Anleger beim Ersterwerb von Investmentzertifikaten oder anderen Wertpapieren zu zahlen haben.
- Preis, zu dem Anteile an einem Fonds gezeichnet werden können.
- Preis, den ein Anleger beim Kauf seiner Fondsanteile zahlt.
Er entspricht dem Rücknahmepreis plus Ausgabeaufschlag.
Auszahlung
Betrag, der von der Beteiligungsgesellschaft an die Anleger gezahlt wird und der sich aus laufenden Erträgen, Kapitalrückzahlungen, Veräußerungsgewinnen oder Zinsen zusammensetzen kann. Die Auszahlungen einer Kommanditgesellschaft stellen handelsrechtlich und steuerlich sog. Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der Gewinn sein.
B
BaFin
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde am 1. Mai 2002 als Nachfolgerinstitution des BAKred (ehemaliges Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen), des BAWe (Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel) und des BAV (Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen) auf der Grundlage des "Gesetzes über die integrierte Finanzdienstleistungsaufsicht" (FinDAG) vom 22. April 2002 gegründet.
Mit der Gründung der BaFin gibt es in Deutschland erstmals eine einheitliche staatliche Aufsicht für alle Bereiche des Finanzwesens (Allfinanzaufsicht), dazu zählen Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Versicherungsunternehmen und Wertpapierhandelsunternehmen.
Bareboat-Charter
Mietweise Überlassung eines Schiffes ohne dessen Besatzung oder Ausrüstung. Der Charterer trägt und verantwortet die Aufwendungen für Reparaturen, Wartung, Instandhaltung, Besatzung und Betrieb eines Schiffes.
Bareinlage
Dieser Teil der Fondsbeteiligung ist vom Anleger bar, möglich auch in Raten, zu erbringen. Bareinlage zuzüglich eventueller Anteilsfinanzierung.
Barreserve
Fondsmanager können einen Teil des Fondsvermögens in Termingeld anlegen, um auf Marktbewegungen reagieren zu können. Termingeld oder Termineinlagen sind Geldanlagen, die für eine befristete Zeit angelegt werden.
Befrachtungskommission
Vergütung des Maklers für die Arrangierung der Beschäftigung eines Schiffes, d. h. die Kommunikation und Vertragserstellung zwischen Schiffseigner bzw. Bereederer und Charterer.
Beirat
Ein Beirat ist ein dauerhaft bestehendes Gremium mit beratender Funktion. Beiräte haben oft wenig oder keine Entscheidungsbefugnisse und Kontrollfunktion, sondern beschränken sich auf Beratungen und Empfehlungen.
Beitritt
Ein Anleger tritt einer Beteiligungsgesellschaft mit dem in dem Zeichnungsschein eingesetzten Betrag durch Unterzeichnung bei. Erst durch die Annahme durch den Treuhänder ist der Beitritt wirksam.
Beitrittserklärung
Schriftliches Angebot des Anlegers, sich an einer Vermögensanlage zu beteiligen, das mit der Annahme zum Vertragsschluss führt (Synonym: Zeichnungsschein).
Benchmark
Der Begriff Benchmark (= Maßstab) bzw. Benchmarking (= Maßstäbe setzen) bezeichnet ein formalisiertes Konzept, um Verbesserungsmöglichkeiten durch den Vergleich von Leistungsmerkmalen mehrerer vergleichbarer Objekte, Prozesse oder Programme zu finden.
Bereederung
Technisches und kaufmännisches Management von Seeschiffen. Die Schiffseigentümer können diese Aufgaben an Dienstleister übertragen, die als Vertragsreeder oder Schiffsmanager bezeichnet werden.
Bereitstellungszinsen
Die Bereitstellungszinsen (auch Bereithaltungszinsen oder Zinsen während der Bauzeit genannt) entstehen, wenn im Zusammenhang mit einer Kreditfinanzierung, meist Immobilienfinanzierung der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer (Schuldner) ein Darlehen zur Verfügung gestellt hat und dieser Teile noch nicht in Anspruch genommen. Diese sind nicht im Effektivzins enthalten.
Best Case (-Szenarium)
Der Ausdruck Best Case bezeichnet den besten oder den günstigsten (anzunehmenden) Fall.
Beteiligungsgesellschaft
Eine Gesellschaft , deren Geschäftstätigkeit überwiegend oder ausschließlich darin besteht, Beteiligungen an anderen Unternehmen zu halten.
Beteiligungsprospekt
Beschreibende verbindliche Broschüre mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen der angebotenen Beteiligung.
Beteiligungsregister
Auflistung aller Kommanditisten eines Fonds beim Treuhandkommanditist und/oder beim Handelsregister. Daneben führt auch die Fondsgesellschaft ein Gesamtverzeichnis aller Anteilseigner.
Beteiligungsvolumen
Summe aller Kommanditeinlagen.
Betriebsergebnis
Betriebswirtschaftliche Kennzahl, Teil der Gewinn- und Verlustrechnung. Bezeichnet in der Regel den Gewinn vor Finanzergebnis, außerordentlichem Ergebnis und Steuern (englisch Earnings before interest and taxes, EBIT)..
Betriebskosten
Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufenden Betriebes eines Unternehmens / Schiffs anfallen (Kosten für Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Schmieröl, Versicherungen, Besichtigungen und sonstige Kosten).
Betriebsstättenfinanzamt
Finanzamt der Fonds-Gesellschaft
Bewirtschaftungsergebnis
Das Bewirtschaftungsergebnis beschreibt die Höhe der erwirtschafteten Überschüsse der Einnahmen (Miete, Guthabenzinsen) über die Ausgaben (Fondskosten, Objektverwaltung, FK-Zinsen, nicht umlegbare Betriebsaufwendungen).
Blind-Pool
Der Anleger investiert in einen geschlossenen Immobilienfonds oder einen anderen geschlossenen Fonds, bei dem er zum Zeitpunkt der Anlageentscheidung nicht weiß, in welches Objekt bzw. welche Investitionsobjekte er investiert. Auswahlkriterien, nach denen das Fondsmanagement die zu erwerbenden bebauten oder unbebauten Grundstücke oder anderen Investitionsobjekte ankauft, sind regelmäßig umschrieben.
BMF
BMF steht für Bundesministerium für Finanzen.
Bonität
Bonität ist ein Synonym für Kreditwürdigkeit. Bonität ist als Eigenschaft einer natürlichen oder juristischen Person Basis für die Entscheidung Dritter, dieser Person Kredit einzuräumen. Je besser die Bonität von Dritten beurteilt wird, desto einfacher ist es für die Person, sich Kredit zu verschaffen.
Börse
Eine Börse ist ein organisierter Markt für Aktien, Anleihen, Devisen oder bestimmte Waren (Wertpapierhandel: engl. Brokerage). Ebenso werden hiervon abgeleitete Rechte gehandelt. An der Börse setzen Makler während definierter Handelszeiten Kurse (Preise) fest, die sich aus den bei ihnen vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträgen (Orders) ergeben. Durch Angebot und Nachfrage kommt es so zu einem Handel.
Bridge-Finanzierung
Finanzielle Mittel, die einem Unternehmen zur Vorbereitung des Börsengangs (Zulassungskriterium) vor allem mit dem Ziel der Verbesserung der Eigenkapitalquote zur Verfügung gestellt werden.
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen), die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt werden und dem Endverbrauch dienen. Es ist ein wichtiges Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum.
Bruttoraumzahl (BRZ)
Maßeinheit zur Angabe des Bruttoraumgehaltes eines Schiffes. Die dimensionslose Bruttoraumzahl ersetzt nunmehr die Größenangabe Bruttoregistertonne (BRT).
Buchwert
Der Buchwert (englisch: book value) ist ein Wertansatz im Rahmen der Bewertung von Unternehmen oder einzelnen Wirtschaftsgütern. Handels- und steuerrechtlich bezeichnet der Buchwert die Anschaffungskosten eines einzelnen Wirtschaftsgutes
Bundesministerium der Finanzen (BMF)
Zu den Aufgaben des Bundesministeriums der Finanzen zählen die Bereiche Zölle und Steuern sowie die nationale, internationale und EU Finanz-, Währungs- und Wirtschaftspolitik.
Bunkerkosten
Treibstoffkosten für ein Schiff.
Business Plan
Ein Geschäftsplan (englisch business plan) ist die schriftliche Fixierung der Unternehmensplanung zur betriebswirtschaftlichen Absicherung von Chancen und Risiken bei einer Neugründung oder Unternehmenserweiterung. Er enthält neben der Marktforschung vor allem die Wettbewerbsabgrenzung im Marketing sowie detaillierte Zielformulierungen für den Einsatz der einzelnen Produktionsfaktoren. Er beinhaltet klare Aussagen zur Strategie des Unternehmens in allen Einzelbereichen, insbesondere Personalentwicklung, Produktentwicklung, Patente, Investitionen in Anlagen, Gebäude, Vertrieb u.a.
C
Capital Gain
Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen.
Capital Gains Tax (CGT)
Im Ausland anfallende Steuer auf Veräußerungsgewinne.
Capitalization Rate (Cap Rate)
Anfangsrendite eines Immobilienobjektes, die sich aus den Netto-Mieteinnahmen in Relation zum Kaufpreis ergibt. Die cap rate ist der Kehrwert des in Deutschland üblichen Einkaufsfaktors (Kaufpreis/Netto-Jahresmiete).
Carried Interest
Gewinnbeteiligung der Managementgesellschaft und deren Manager am Erfolg der verwalteten Fonds.
Cash-Flow
Der Cash-Flow ist eine wirtschaftliche Messgröße. Er ist ein Indikator der Zahlungskraft bzw. der finanziellen Gesundheit eines Unternehmens und dient der Beurteilung des Innenfinanzierungspotenzials. Er stellt den reinen Einzahlungsüberschuss (Finanzüberschuss, Zahlungsmittelüberschuss) aus der wirtschaftlichen Tätigkeit einer Periode dar.
Charterer
Der Mieter eines Schiffes mit dem Ziel, dessen Transportkapazitäten nutzen zu können.
Charterrate
Mietzins, den der Schiffseigner für die Überlassung seines Schiffes vom Charterer erhält.
Contract for Sale
Kaufvertrag
Core Immobilien
Als Core-Immobilien werden gut vermietete Immobilien in guten Lagen mit langfristigen Mietverträgen und bonitätsstarken Mietern bezeichnet.
Corporate Finance
Der Begriff Corporate Finance (als Synonym Unternehmensfinanzierung) bezeichnet ein Spezialgebiet der Finanzwirtschaft, das sich mit Fragen zur optimalen Kapitalstruktur, zur Dividendenpolitik des Unternehmens sowie der Bewertung von Investitionsentscheidungen und der Ermittlung des Unternehmenswertes auseinandersetzt.
D
Dachfonds
Dachfonds (engl. Fund of funds) sind Investmentfonds, die das Geld der Anteilseigner ausschließlich in Anteilen von Investmentfonds anlegen. Die einzelnen Fonds im Dachfonds bezeichnet man dabei als Subfonds.
Darlehensbedingungen
Die Darlehensbedingungen (Konditionen) beinhalten die detaillierte Auflistung aller Bedingungen, zu denen ein Darlehensgeber bereit ist, ein Darlehen im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung, zur Verfügung zu stellen.
Die Darlehensbedingungen enthalten mindestens:
- den Nominalzinssatz
- den Auszahlungskurs
- die Dauer der Zinsfestschreibung
- den Tilgungssatz und Tilgungsbeginn (Tilgung)
- die Bereitstellungszinsen
- die Bearbeitungsgebühren
Von den Konditionen zu unterscheiden sind die Allgemeinen Darlehensbedingungen, die die sonstigen Rechtsbeziehungen zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer regeln.
DAX
Der DAX®, ursprünglich Deutscher Aktienindex, ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Er wird sowohl als Performanceindex, also als Aktienindex, der neben der Wertsteigerung der Aktien auch die Kapitalvermehrung durch Dividenden nachzeichnet (Dividenden werden reinvestiert), wie auch als Kursindex berechnet. Letzterer hat beim DAX in der Praxis allerdings kaum eine Bedeutung. Der DAX ist eine Kennziffer, die über Entwicklung und Stand der deutschen Aktienkurse Auskunft gibt. Er ist ein Maßstab für die Beurteilung der Lage des deutschen Aktienmarktes. Er soll als Basis für den deutschen Index-Terminhandel dienen. Zunächst war er nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den anderen etablierten deutschen Aktienindizes gedacht, inzwischen hat er diese an Bekanntheit aber hinter sich gelassen und den Charakter eines offiziellen Index des deutschen Aktienmarktes gewonnen.
Degressive Abschreibung
Auch AfA in fallenden Jahresbeträgen genannt. Die steuerrechtlich einzig zulässige Ausnahme bei der Berechnung mehrjähriger Absetzungsbeträge ist die geometrisch-degressive Absetzung für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die in einem besonderen Verzeichnis geführt werden.
Deutsche Ausgleichsbank
Die Deutsche Ausgleichsbank, kurz DtA, wurde am 12. Mai 1950 unter der Bezeichnung Bank für Vertriebene und Geschädigte (Lastenausgleichsbank) als Aktiengesellschaft gegründet, durch Gesetz vom 28. Oktober 1954 (BGBl. I S. 293) in Lastenausgleichsbank (Bank für Vertriebene und Geschädigte) umbenannt und in eine bundesunmittelbare rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts umgewandelt.
Devisentermingeschäft
(auch Devisenforwards engl. FX Forward) Verbindliche Vereinbarungen eine Währung gegen eine andere Währung zu einem im Moment des Geschäftsabschlusses vereinbarten Termin und festgelegten Kurs zu tauschen.
Bei Devisenkassageschäften liegt der Termin der Geschäftserfüllung, die (Standard)Valuta, aus historischen Gründen auch Lieferung genannt, bei zwei Tagen.
Direkte Beteiligung
Ein Investor bringt zusätzliches Gesellschaftskapital in eine GmbH oder AG ein und wird so Mitunternehmer.
Direktkommanditist
Ein Kommanditist, der sich direkt und nicht über Treuhänder an einer Gesellschaft beteiligt.
Disagio
Differenz zwischen Rückzahlungsbetrag (Nominalbetrag) und Auszahlungsbetrag eines Darlehens. Dadurch verringert sich der Nominalzins. Das Disagio (Auszahlungsverlust) kann unter bestimmten Umständen (einkommen-)steuermindernd wirken.
Diversifikation
Streuung
diversifizieren
streuen
Dockung
Das Warten eines Schiffes in einer Werft. Planmäßige Dockungen in regelmäßigen Intervallen dienen dazu, z.B. technische Anlagen zu prüfen oder den Schutzanstrich der Außenhaut zu erneuern. Außerplanmäßige Dockungen können aufgrund von akuten Schäden notwendig werden.
Doppelbesteuerungsabkommen
(DBA) Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung - ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei Staaten, in dem geregelt wird, in welchem Umfang den Vertragsstaaten das Besteuerungsrecht für die in ihrem Hoheitsgebiet erzielten Einkünfte zusteht. Ein DBA soll vermeiden, dass natürliche und juristische Personen, die in beiden Staaten Einkünfte erzielen, in beiden Staaten - also doppelt - besteuert werden.
Due Diligence (Beteiligungsprüfung)
Due Diligence (DD) bezeichnet die "gebotene Sorgfalt", mit der beim Kauf bzw. Verkauf von Unternehmensbeteiligungen oder Immobilien das Vertragsobjekt im Vorfeld der Akquisition geprüft wird. Due-Diligence-Prüfungen beinhalten insbesondere eine systematische Stärken-/Schwächen-Analyse des Kaufobjekts, eine Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie eine fundierte Bewertung des Objekts. Gegenstand der Prüfungen sind etwa Bilanzen, personelle und sachliche Ressourcen, strategische Positionierung, rechtliche und finanzielle Risiken, Umweltlasten..
DWT (Engl.: Deadweight Tons)
Die maximale Tragfähigkeit eines Schiffes in metrischen Tonnen zu 1.000 kg. Ein Maß für die maximale Beladung des Schiffes mit Ladung, Brennstoff, Ballast, Ausrüstung, Proviant und Passagieren.
E
Early Stage
Seed- und Start-up-Finanzierungphase eines Unternehmens.
EASDAQ
European Association of Securities Dealers Automated Quotation. Eine pan-europäische Börse speziell für junge und schnell wachsende Firmen mit internationaler Ausrichtung.
EBIT (Earnings Before Interests and Taxes)
EBIT ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl und sagt etwas über den betrieblichen Gewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum aus.
EBIT ist die Abkürzung für englisch: earnings before interest and taxes. Das heißt wörtlich übersetzt "Gewinn vor Zinsen und Steuern". In der praktischen Anwendung hat es jedoch die Bedeutung von "Gewinn vor Finanzergebnis, außerordentlichem Ergebnis und Steuern". Es werden also außerordentliche (einmalige) Kosten und Aufwendungen ebenso ignoriert wie Zinsen, sonstige Finanzierungsaufwendungen oder -erträge und Steuern, weil alle diese Positionen nicht durch die eigentliche betriebliche Tätigkeit entstanden sind.
Eigenkapital
Beim Eigenkapital handelt es sich um die in einem Unternehmen angelegten Mittel, die den Eigentümern (z. B. Aktionären, Gesellschaftern und ggf. konzernfremden Miteigentümern) gehören. Dazu zählen in einer an der handelsrechtlichen Bilanz orientierten Sichtweise vor allem das eingezahlte Kapital (Gesellschaftskapital; bei einer Aktiengesellschaft spricht man von Grundkapital, bei einer GmbH vom Stammkapital), die gesetzlichen, satzungsgemäßen und freien Rücklagen sowie ein etwaiger Bilanzgewinn bzw. -verlust.
Eigentümergemeinschaft
Diese Gemeinschaft ist gesetzlich bestimmt und nicht auflösbar. Ein bestellter Verwalter übernimmt die Vertretung der Gemeinschaft. In der Eigentümerversammlung werden Entscheidungen durch Beschluss von der Eigentümergemeinschaft getroffen.
Einkommen, sonstiges zu versteuerndes
Bildet grundsätzlich die Bemessungsgrundlage, auf die der Einkommensteuertarif angewendet wird, das heißt die Summe der Einkünfte abzüglich Sonderausgaben (wie z.B. Kirchensteuer), außergewöhnliche Belastungen, Freibeträge (wie z.B. Kinderfreibeträge).
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Eine der sieben Einkunftsarten (§ 2 EStG). Sie wird ermittelt als Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten.
Einschiffsgesellschaft
Schiffsgesellschaft, deren Unternehmenszweck das Halten eines Schiffes im Betriebsvermögen ist. Bei deutschen Gesellschaften oftmals in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG.
Eintragung ins Handelsregister
Normalerweise ist die Treuhandgesellschaft treuhänderisch als Kommanditistin für den Anleger im Handelsregister eingetragen. Unter Umständen ist es für den Anleger jedoch vorteilhaft, direkt im Handelsregister eingetragen zu sein, da bei bestimmten steuerlichen Konstellationen ansonsten die Ausschüttungen zu versteuern wären
Emission
Emission bezeichnet die Ausgabe von Wertpapieren (Aktien, Fondsanteile, Anleihen, Geld) an einem organisierten Kapitalmarkt (bspw. Börse). Der Erlös der emittierten Wertpapiere bildet oder erhöht das Eigenkapital (bei Aktien) oder das Fremdkapital (z.B. bei Anleihen) des Emittenten.
Die neuen Inhaber der Wertpapiere nennt man Zeichner, die Beantragung von Wertpapieren Zeichnung.
Emissionshaus
Bank, Kreditinstitut oder Beratungsgesellschaft, die im Rahmen der Fondsfinanzierung wesentliche Aufgaben, wie z.B. die Beratung bei der Konzeption von Fonds, Erstellung des Beteiligungsprospektes, Finanzierungsvermittlung und die Ausgabe von Kommanditanteilen übernimmt.
Emissionsprospekt
Ein Emissionsprospekt oder Wertpapierverkaufsprospekt (kurz: Verkaufsprospekt) ist ein Dokument, das begleitend zu einer Wertpapieremission am Finanzmarkt erstellt und veröffentlicht wird.
Ein Emissionsprospekt enthält alle Angaben zu dem angebotenen Wertpapier und zum Anbieter (Emittenten), die nach der jeweils gültigen Gesetzgebung (in Deutschland: nach dem Wertpapier-Verkaufsprospektgesetz) vorgeschrieben sind. Er dient dazu, die potenziellen Investoren über alle Eigenschaften, Chancen und Risiken des Wertpapiers zu informieren.
Emittentin
Diejenige, welche eine Vermögensanlage erstmalig auf den Markt bringt und für ihre Rechnung unmittelbar oder durch Dritte öffentlich zum Erwerb anbietet.
Endfinanzierung
Langfristiger Kredit, dessen Ausreichung häufig von bestimmten Voraussetzungen (z.B. Einragung von Grundpfandrechten im Grundbuch zu Gunsten des Kreditgebers) abhängt.
Ertragswertverfahren
Form einer Wertermittlung. Der Ertrag ist hierbei zugrunde zu legen, den das Grundstück nachhaltig gewähren kann. Vom ermittelten Jahresbruttoertrag sind die Bewirtschaftungskosten (Mindestsatz 25%) abzusetzen. Der daraus errechnete Jahresreinertrag ist unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Restnutzungsdauer mit einem angemessenen Zinssatz zu kapitalisieren. Der Kapitalisierungszinssatz unter Berücksichtigung der Restnutzungsdauer beträgt mindestens 5%.
EVCA
European Venture Capital Association. Vereinigung europäischer Venture-Capital- und Beteiligungsgesellschaften. www.evca.com
Exit
Ausstieg der Investoren aus einer Beteiligung durch den Verkauf von Unternehmensanteilen. Ermöglicht Realisation des Gewinns.
Exit Kanäle
Die Möglichkeiten des Ausstiegs aus einem Investment: Börsengang (IPO); Trade Sale = Verkauf an ein anderes Unternehmen oder andere Investoren; Buy-back = Rückkauf durch die Altgesellschafter.
Exit-Strategie
spezielle Verkauf-Strategie
Expansion Financing
Geldmittel, die zur Finanzierung von Produktionskapazitäten, Produktdiversifikation oder Marktausweitung etc. verwendet werden, nachdem das entsprechende Unternehmen bereits den Break-even Point erreicht hat oder Gewinne erwirtschaftet.
Expansionsphase
Phase der Marktausweitung
F
Facility Management
Betrachtung, Analyse und Optimierung aller kostenrelevanten Vorgänge rund um ein Gebäude, ein anderes bauliches Subjekt oder eine im Unternehmen erbrachte (Dienst-) Leistung, die nicht zum Kerngeschäft gehört.
Feederschiff
Das Feederschiff (englisch feeder vessel oder feeder ship; von to feed = füttern, versorgen) ist ein speziell für Container- oder Autotransporte gebautes Frachtschiff, das als Zulieferer und Verteiler für große Seeschiffe bzw. Seehäfen tätig ist.
Feststellungserklärung
einheitliche und gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlage
Festzins
Die Zinsen für ein Darlehen werden für einen bestimmten Zeitraum vertraglich auf einen gleich bleibenden Zinssatz festgelegt. Nach Ablauf oder Kündigung der Festschreibungsperiode werden neue Zinskonditionen ausgehandelt.
FEU
FEU ist die Abkürzung für Forty feet Equivalent Unit und bezeichnet eine Normgröße für 40 Fuß lange (rund 12 m) Container.
Finanz- und Investitionsplan
Der Plan besteht aus 2 Elementen: Unter "Mittelherkunft" wird die Herkunft der für die geplante Investition erforderlichen Mittel (Kommanditeinlagen, Agio und Bankdarlehen) dargestellt ("Finanzplan"). Unter "Mittelverwendung" wird die Verwendung dieser Mittel für die Durchführung der Investition dargestellt unter Aufschlüsselung der einzelnen Investitionskosten ("Investitionsplan").
Finanzmathematisches Ergebnis
Der objektive Vergleich von Anlageformen bedarf einer finanzmathematischen Methode, die unabhängig von den individuellen Anlagecharakteristika anwendbar ist.
Fonds
Ein Fonds (engl. fund(s), pooled investment, endowment fund) bezeichnet z.B.:
- eine Geldsammelstelle für Kapitalanleger: Investmentfonds, verwaltet von Kapitalanlagegesellschaften
- Kapitalanlage in geschlossene Fonds
Fondskapital
Summe der vermittelten Kommanditanteile. Es stellt den wesentlichen Teil des Eigenkapitals der Beteiligungsgesellschaft dar.
Fondsliquidation
Nach Veräußerung seiner Investitionsobjekte wird der Fonds liquidiert (aufgelöst) und die Gesellschafter erhalten ihrem Gesellschaftsanteil entsprechende Liquidationsausschüttungen.
Fondsliquidität
flüssige Mittel der Fondsgesellschaft
Fondsmanager
Fondsmanager im Sprachsinn sind auch die als professionelle Vermögensverwalter tätigen Personen, welche das investierte Vermögen der Anleger insb. von Geldmarktfonds, Rentenfonds, Aktienfonds, Immobilienfonds, Mischfonds oder Dachfonds professionell verwalten und überdurchschnittlich vermehren sollten. Sie werden dazu nahezu immer an einer Benchmark gemessen. Sie verwalten das Investmentvermögen, indem sie versuchen, unter Berücksichtigung der Chancen und der eingegangenen Risiken das Anlagevermögen möglichst rentabel anzulegen und treffen die konkrete Entscheidung darüber, in welche Kapitalanlagen ein Fonds investiert. Vom Fondsmanager hängt es ab, ob der Fonds seine Anleger mit einer guten Wertentwicklung zufrieden stellt oder eine magere Wertenwicklung (Performance) erreicht wird.
Fondsrating
Systematische Bewertung von Fonds. Leistungskriterien sind beispielsweise Performance und Risiko eines Fonds.
Fondsvolumen
Besteht zum einen aus dem in die Fondsgesellschaft eingebrachten Kapital der Anleger (Eigenkapital) und zum anderen aus dem Fremdkapital durch Darlehen.
Franchise
Franchise (über das Englische von frz. franchise = Gebührenfreiheit) bezeichnet in verschiedenen Zusammenhängen spezielle Arten von geistigem Eigentum, sowie dessen Verwendung bzw. Lizenzierung
Freistellungsmethode
Die Freistellungsmethode befreit das im Ausland erzielte Einkommen von der Besteuerung im Wohnsitzstaat, so dass letztendlich nur die Einkommensteuer des Auslands auf die dort erzielten Einkünfte verbleibt. Zu beachten ist allerdings, dass das Auslandseinkommen bei der Ermittlung des für die inländischen Einkünfte geltenden Steuersatzes berücksichtigt wird (§32 b EStG). Diese Methode wird als Befreiung mit Progressionsvorbehalt bezeichnet.
Fremdkapital
Das Fremdkapital stellt einen Teil der Bilanz eines Unternehmens dar und wird auf der Seite der Passiva aufgeführt, stellt also einen Teil der Mittel dar, mit denen das Unternehmensvermögen finanziert wurde.
Das Fremdkapital stellt den Teil der Mittel dar, der nicht vom Unternehmen oder dessen Inhabern zur Verfügung gestellt wird. Dazu zählen unter anderem Darlehen von Banken und Obligationen.
Fund of Funds
Der Beteiligungsfonds investiert in einen Dachfonds, der Dachfonds investiert wiederum in eine größere Zahl von Fonds. Auf diese Weise ist eine breite Risikostreuung bei hoher Branchenabdeckung möglich.
Fundraising
Einwerben von Investorenkapital bei Venture Capital
Fungibilität
Übertragbarkeit bzw. Handelbarkeit. Die Handelbarkeit von Anteilen an geschlossenen Fonds ist nur eingeschränkt möglich, da kein geregelter Markt existiert. Der Anleger geht eine langfristige Beteiligung ein.
G
Generalmietvertrag
Ein Mietvertrag, den eine Gesellschaft mit dem Eigentümer über die Gesamtheit der zu vermietenden Flächen eines (oder mehrerer) Objekte(s), für einen feststehenden Mietzins und eine vereinbarte Zeitdauer, abschließt.
Germanischer Lloyd
Der Germanische Lloyd ist eine Schiffsklassifikations-Gesellschaft.
Die Gesellschaft beschäftigt sich mit der Betreuung der fahrenden Flotte, die beim Germanischen Lloyd klassifiziert sind, und mit der Überwachung von Schiffsneubauten. Die Überwachungstätigkeit erstreckt sich darüber hinaus auch auf meerestechnische Bauwerke und Offshore-Geräte, zum Teil auch auf Anlagenbau. Die nötigen wissenschaftlichen Methoden werden vom Germanischen Lloyd weiterentwickelt, sowohl im Bereich der Schiffsberechnung, als auch auf maschinentechnischem Gebiet.
Gesamtschuldner
Der Gesamtschuldner wird im § 421 des BGB wie folgt definiert:
Schulden mehrere eine Leistung in der Weise, dass jeder die ganze Leistung zu bewirken verpflichtet, der Gläubiger aber die Leistung nur einmal zu fordern berechtigt ist (Gesamtschuldner), so kann der Gläubiger die Leistung nach seinem Belieben von jedem der Schuldner ganz oder zu einem Teil fordern. Bis zur Bewirkung der ganzen Leistung bleiben sämtliche Schuldner verpflichtet.
Die Gesamtschuld ist eine von verschiedenen Möglichkeiten der Beteiligung mehrerer Schuldner an einem Schuldverhältnis. Vereinfacht ausgedrückt besteht dann eine Gesamtschuld, wenn ein Gläubiger eine Leistung nur einmal verlangen kann, zu der vollen Leistung jedoch mehrere natürliche oder juristische Personen als Schuldner verpflichtet sind.
Jeder Schuldner hat also für die gesamte Schuld aufzukommen und nicht etwa nur für einen Teil davon. In dieser Situation kann sich der Gläubiger aussuchen, welchen Schuldner er in Anspruch nimmt. Die Erfüllung eines Gesamtschuldners wirkt entlastend auch für die anderen.
Geschäftsbesorgung
Ein Geschäftsbesorgungsvertrag ist ein Dienst- oder Werkvertrag (§§ 611 und 631 BGB), durch den sich der Beauftragte zur entgeltlichen Besorgung eines ihm von dem Auftraggeber übertragenen Geschäfts verpflichtet (§ 675 BGB).
Hierbei umfasst der Begriff der Geschäftsbesorgung, anders als beim Auftrag, nur selbständige Tätigkeiten auf rechtlichem oder wirtschaftlichem Gebiet. Einer Vollmacht liegt in der Regel ein Geschäftsbesorgungsvertrag zugrunde, wenn Entgeltlichkeit vereinbart ist.
Bei Geschäftsbesorgungsverträgen, die Rechtsvertretungen beinhalten, ist bei der Übernahme durch Nicht-Rechtsanwälte im deutschen Recht u. U. ein Konflikt mit dem Rechtsberatungsgesetz gegeben. Dieses verbietet in seiner jetzigen Form die geschäftsmäßige Rechtsbesorgung durch Personen, die nicht Rechtsanwalt (oder Notar) sind.
Geschlossene Fonds
Bei den geschlossenen Fonds kann in der Regel, anders als bei Investmentfonds, nur im Platzierungszeitraum investiert werden, danach wird der Fonds geschlossen die Anzahl der Kapitalanleger ist also begrenzt. Der Erwerber eines Anteils an einem geschlossenen Fonds wird Unternehmer (in der Regel Kommanditist) mit allen Chancen und Risiken.
Geschlossener Immobilienfonds
Beim geschlossenen Immobilienfonds investiert der Kapitalanleger in Immobilien i. d. R. Gewerbeimmobilien, wie Büro- oder Einzelhandels- Logistik aber auch Wohnobjekte im In- und Ausland. Er ist damit Mitinhaber, also Unternehmer, mit entsprechenden Risiken aber auch allen Chancen des Marktes.
Gesellschafter
Durch die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds wird ein Anleger zum Gesellschafter. Ist der Fonds in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft gegründet, nennt man diesen Gesellschafter Kommanditist.
Gesellschafterversammlung
Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder seltener unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter. Wesentliches, durch den Gesellschaftsvertrag geregeltes Forum der Anlegermitbestimmung. Wird häufig im schriftlichen Umlaufverfahren durchgeführt
Gesellschaftskosten
Verwaltungskosten für die Buchhaltung und die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft, Steuerberatung, Treuhandvergütung sowie die Komplementärvergütung.
Gesellschaftsvertrag
Ein Gesellschaftsvertrag regelt die Rechte und Pflichten von Gesellschaftern, die sich zum Zweck der gemeinsamen Verfolgung eines wirtschaftlichen Zieles in einer Gesellschaft zusammengeschlossen haben.
Inhalte des Gesellschaftsvertrages sind beispielsweise
- die Vertretung der Gesellschaft im Außenverhältnis,
- die Befugnisse der Gesellschafter im Innenverhältnis,
- die Frage der Haftung,
- die Verteilung des Gewinnes.
Sollte im Gesellschaftsvertrag nichts geregelt sein, gelten z.B. bei der OHG oder KG die Regelungen des Handelsgesetzbuches.
gesonderte und einheitliche Feststellung
Ergebnisverteilung auf Ebene der Gesellschaft; auf einzelne Gesellschafter verteilt
Gewinnzuweisung
Dem Anleger wird, gemäß dem vertraglich vereinbarten Anteil vom Jahresergebnis des Fonds, der steuerliche Gewinn übertragen (prozentualer Gewinn-/Verlustanteil, in der Regel in Höhe seines Anteils am Kommanditkapital).
GmbH & Co. KG
Eine Rechtsform, die in ihrer Beschaffenheit eine Personengesellschaft und eine Kommanditgesellschaft ist und an der eine GmbH als Komplementär, d.h. als persönlich haftender Gesellschafter allein oder zusammen mit anderen Komplementären beteiligt ist.
Grade A
Der Begriff „Grade A“ definiert unter dem Anglo-Amerikanischen Gesichtspunkt in der Betrachtung einer Immobilie die Qualität eines Standortes sowie Ausstattungsmerkmale einer Immobilie / Liegenschaft, gleichzusetzen mit der deutschen Definition 1 A oder 1 B Lage nebst Qualität der Immobilie. Den Marktberichten von Unternehmen wie SAVILLS und Colliers International ist die generelle Unterteilung des australischen Immobilienmarktes in die Kategorien „Premium“, „Grade A“ und „Grade B“ nebst entsprechenden Definitionen zu entnehmen.
Greenshoe
Die Mehrzuteilungsoption (engl. greenshoe) ist die Wertpapierreserve des Emittenten bei einem Börsengang im Rahmen des Bookbuilding-Verfahrens. Ist eine Neuemission überzeichnet, also die Nachfrage größer als das Angebot, können die Konsortialbanken zusätzliche Wertpapiere zu den selben Bedingungen (Preis) abgeben. Die Mehrzuteilungsoption kann bis zu sechs Wochen nach einem Börsengang ausgeübt werden. Zeigt sich im Bookbuilding-Verfahren eine mangelnde Nachfrage, wird die Mehrzuteilungsoption nicht eingelöst. Der englische Name geht auf die Green Shoe Company zurück, die als erste diese Option nutzte.
Gross Margin
Rohertrag
Ground Lease
Hauptmietvertrag
Grundbuch
Ein Grundbuch ist ein amtliches öffentliches Verzeichnis von Grundstücken, das unter anderem die Eigentumsverhältnisse daran und die damit verbundenen Rechte und Lasten sowie Lage (nur in Deutschland) und Flächenausmaß des Grundstücks entsprechend den Angaben im Kataster verzeichnet. Es hat verbindliche Wirkung jedenfalls bezüglich der Rechte und Lasten, nicht immer aber - abhängig vom Staat, in dem es geführt wird - auch bezüglich der Lage und des Flächenausmaßes der darin verzeichneten Grundstücke.
Grundbuchauszug
Der Grundbuchauszug ist die Abschrift aller Eintragungen im Grundbuch. Er wird u. a. benötigt für die Beleihungsprüfung (s.unter Beleihungsunterlagen) sowie vor dem Kauf einer Immobilie.
Grundbuchblatt
Für jedes Grundstück ist im Grundbuch ein gesondertes Grundbuchblatt anzulegen.
Grundschuld
Die Grundschuld ist nach deutschem Sachenrecht das dingliche Recht, aus einem Grundstück die Zahlung eines bestimmten Geldbetrages zu fordern.
Grundschuldbestellung
Eine Grundschuldbestellung ist die Zustimmung des Eigentümers eines Grundstücks zu der Belastung seines Grundstücks (z.B. zur Absicherung von Darlehen) mit einer Grundschuld . Die Grundschuldbestellung umfasst auch den Antrag auf Eintragung der Grundschuld in das Grundbuch. Die Einigung von Eigentümer und Grundschuldgläubiger ist formfrei möglich. Zur Eintragung der Grundschuld in das Grundbuch muss die Bewilligung entweder notariell beurkundet oder öffentlich beglaubigt dem zuständigen Amtsgericht (Grundbuchamt) vorgelegt werden.
Grundsteuer
Die Grundsteuer ist eine Steuer auf das Eigentum an Grundstücken (Substanzsteuer). Die Grundsteuer wird von den Gemeinden und Städten erhoben; sie gehört also zu den Gemeindesteuern. Geregelt ist die Grundsteuer in Art. 106 VI GG und im Grundsteuergesetz (GrStG).
Gründungskosten
Enthält die Kosten der Gesellschaftsgründung sowie die Kosten im Zusammenhang mit der Fondskonzeption und Prospekterstellung.
GST (Goods and Services Tax)
Bei der Goods and Services Tax handelt es sich um eine mit der deutschen Umsatzsteuer vergleichbare australische Steuer.
H
Hafteinlage
Die Hafteinlage (Haftsumme) ist der Betrag, mit dem ein Kommanditist im Handelsregister eingetragen ist und auf den die Haftung dieses Kommanditisten gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft begrenzt ist.
Haftung des Kommanditisten
Nach der vollständigen Erbringung der Kommanditeinlage ist die Haftung der Kommanditisten bis auf die Wiedereinlage erfolgter Ausschüttungen ausgeschlossen.
Halbeinkünfteverfahren
Auf die Hälfte der Dividende wird der persönliche Steuersatz angerechnet.
Handelsregister
Öffentlich geführtes Verzeichnis für Kaufleute und Handelsgesellschaften. In das beim Registergericht (Amtsgericht) geführte Handelsregister sind bestimmte Vorgänge einzutragen, deren Eintragungspflicht sich aus dem Handelsgesetzbuch und verschiedenen anderen Gesetzen ergibt.
Havarie
Schaden am Schiff oder an der Ladung
Herstellungskosten
Herstellungskosten ist ein Begriff aus dem Handels- und Steuerrecht und beschreibt die Kosten, die bei der Herstellung eines Wirtschaftsguts im eigenen Unternehmen anfallen. Der Begriff Herstellungskosten unterscheidet sich von dem in der Kosten- und Leistungsrechnung verwendeten Begriff Herstellkosten. Im Bereich der Immobilienfinanzierung wird der Begriff Angemessene Herstellungskosten verwendet.
Hurdle Rate
Vorrangige Bedienung des Anlegers. Erst bei Überschreiten der Hürde hat die geschäftsführende Kommanditistin einen Anspruch auf variable Gewinnbeteiligung.
Hypothekenbanken
Hypothekenbanken sind bzw. waren privatrechtliche Kreditinstitute, deren Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, inländische Grundstücke zu beleihen und auf Grund der erworbenen Hypotheken Schuldverschreibungen (Hypothekenpfandbriefe) auszugeben, Darlehen an inländische Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts oder gegen Übernahme der vollen Gewährleistung durch eine solche Körperschaft oder Anstalt zu gewähren (Kommunaldarlehen) und auf Grund der erworbenen Forderungen Schuldverschreibungen (Kommunalschuldverschreibungen bzw. Öffentliche Pfandbriefe) auszugeben.
Hypothekendarlehen
Eine Hypothek (von griech.: ὑποθήκη „Unterpfand“) ist ein beschränktes, dingliches Recht an einem Grundstück. Sie erlaubt es dem Hypothekengläubiger, sich aus dem Grundstück durch dessen Verwertung zu befriedigen, wenn die bestehende Forderung fällig gestellt ist. Die Hypothek zählt damit zu den Grundpfandrechten. Im Bankwesen wird die Hypothek als Sicherungsmittel für Kredite eingesetzt. Außerhalb der juristischen Fachsprache wird daher häufig nicht nur das Grundpfandrecht, sondern auch das damit verbundene Darlehen als Hypothek bezeichnet.
I
Immobilienfonds
Immobilienfonds sind Investmentfonds, die es Kapitalanlegern ermöglichen, sich mit verhältnismäßig kleinen Beträgen an Immobilien zu beteiligen. Man unterscheidet offene Immobilienfonds, geschlossene Immobilienfonds und Spezial-Immobilienfonds.
IMO
Abkürzung für die „International Maritime Organisation“. Dieses ist eine Unterorganisation der UNO, die sich mit den Gebieten der Sicherheit zu See und dem Seerecht befasst.
Incentive Leistungen
motivierende Leistungen, z.B. Mietnachlass, mietfreie Zeit
Initiator
Anbieter, der allein oder zusammen mit anderen Anbietern ein Investitionsprojekt auflegt oder der öffentlich privates Anlagekapital für ein solches Projekt einwirbt.
Instandhaltungsrücklage
Die Instandhaltungsrücklage ist im § 21 Abs. 5 Nr. 4 Wohnungseigentumsgesetz (WEG) geregelt. Danach handelt es sich um die vorgeschriebene Ansammlung einer angemessenen Geldsumme, aus der notwendige Instandsetzung und Instandhaltung, gegebenenfalls auch die modernisierende Instandsetzung, am gemeinschaftlichen Eigentum zukünftig finanziert werden.
Investitionsphase
Phase der Eigenkapitalbeschaffung
Investitionsplan
Planrechnung und wesentlicher Bestandteil der gesamten Unternehmenskonzeption. Der Investitionsplan weist die Verwendung der Mittel in der Investitionsphase wie auch deren Herkunft aus.
Investitionsvolumen
Die Summe aller Investitionskosten
IPO (Initial Public Offering)
Unter Initial Public Offering, kurz IPO oder Börsengang (früher auch Going Public genannt), versteht man das erstmalige Angebot der Aktien eines Unternehmens auf dem organisierten Kapitalmarkt. Hierbei kann es sich sowohl um alte, das heißt schon unabhängig von diesem Anlass bestehende (sogenannte Altaktien oder Sekundäraktien), als auch um neue Aktien (sog. Primäraktien) handeln.
ISO
Die Internationale Organisation für Normung (ISO) ist die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen und erarbeitet internationale Normen in allen Bereichen mit Ausnahme der Elektrik und der Elektronik, für die die IEC zuständig ist.
J
Jahresüberschuss
Der Jahresüberschuss entspricht dem Gewinn eines Unternehmens nach dem Handelsrecht. Der Jahresüberschuss kann bei einer Erhöhung der Gewinnrücklagen einer AG in der Bilanz verbleiben oder im Rahmen einer Dividendenzahlung an die Aktionäre ausgeschüttet werden. über die Verwendung des Jahresüberschusses entscheidet die Hauptversammlung einer AG.
Joint venture
Unter dem Begriff Joint Venture (deutsch Gemeinschaftsunternehmen) versteht man Kooperationen von Gesellschaften, bei denen es zur Gründung einer neuen, rechtlich selbstständigen Geschäftseinheit kommt, an der beide Gründungsgesellschaften mit ihrem Kapital beteiligt sind. Neben dem Kapital bringen die Gründungsgesellschaften meist einen wesentlichen Ressourcenanteil an Technologie, Schutzrechten, technischem bzw. Marketing-Know-how und Betriebsanlagen ein. Ein Joint Venture ist durch zwei Aspekte gekennzeichnet, nämlich Kooperation und Autonomie.
Junge Aktien
Als junge Aktien gelten solche, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft emittiert werden. Junge Aktien werden zuerst den Altaktionären angeboten, die infolge Ihrer Bezugsrechte ein Vorkaufsrecht besitzen. üben die Aktionäre ihre Bezugsrechte nicht aus, so werden die verbliebenen jungen Aktien an der Börse gehandelt, bis diese den Status (volle Dividendenberechtigung) der "Altaktien" erreicht haben.
K
Kapitalkonto
Dient bei Personengesellschaften dem Ausweis des Eigenkapitals individuell für jeden Gesellschafter und spiegelt die Bewegungen der Kapitaleinzahlung, zugewiesene Ergebnisanteile sowie Ausschüttungen bzw. weitere Einlagen wieder.
Kapitalmarkt
Der Kapitalmarkt ist ein Teil des Finanzmarkts und besteht aus der Gesamtheit aller Institutionen und Transaktionen, die der Zusammenführung von Angebot und Nachfrage nach langfristigem (Finanz-) Kapital dienen. Langfristiges Kapital kann zum Beispiel durch die Form von Unternehmensanteilen wie Aktien, verbrieften Krediten wie Anleihen oder verschiedenen Formen anderer langfristiger Kredite und Anlageformen wie Investmentfonds dargestellt werden.
Kapitalrückfluss
Summe der an den Anleger gezahlten laufenden Ausschüttungen, dem Anteil am Verkaufserlös des Schiffes und den Steuerminderungen.
Kassageschäft
Als Kassageschäft bezeichnet man einen über den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Finanzinstrumenten, Devisen oder Waren, der im Gegensatz zum Termingeschäft "sofort" nach Geschäftsabschluss erfüllt werden muss. Hierbei bedeutet "sofort" allerdings üblicherweise einen Zeitraum von zwei Börsentagen.
Kaufnebenkosten
Erwerbsnebenkosten, Gebühren für Notar, Makler, Grunderwerbsteuer etc.
Kaufpreisfaktor
Multiplikator zur Ermittlung des Kaufpreises auf Basis der Jahresnettomieteinnahmen.
KfW
"Kreditanstalt für Wiederaufbau" - Deutschlands große Förderbank.
Klasse
Die von Klassifikationsgesellschaften erteilte und in Register und Zertifikate eingetrage Klasse definiert die Bauausführung und den Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung.
Klassedockung
Eine Inspektion des Schiffes, die in regelmäßigen Abständen (Klasselauf) durch Klassifizierungsgesellschaften durchgeführt wird. Sie dient dem Zweck der Überwachung des Schiffes und dessen Ausrüstung im Bezug auf die Einhaltung der erforderlichen technischen Standards. Häufig wird eine Klassedockung mit einer Wartung des Schiffes, z.B. zur Erneuerung des Schutzanstriches, verbunden.
Klassezeichen
Buchstaben- und Zifferkombination, welche die Bauausführung und den Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung ausdrückt
Klassifikation
Die systematische Einstufung von Schiffen in bestimmte Klassen. Die Klassifikation orientiert sich an dem technischen Zustand, den tansportierbaren Gütern und den möglichen Fahrtrevieren des Schiffes. In regelmäßigen Abständen wird im Rahmen der Klassedockung die Klassifikation wieder überprüft und neu vergeben.
Klassifikationsgesellschaft (Germanischer Lloyd)
Die Bezeichnung für ein Unternehmen, das im Schifffahrtsbereich als Gutachter die Klassifikation (Einstufung in einen Schiffstyp) durchführt. Die Klassifikationsgesellschaft entspricht dem TÜV bei einem Auto.
Hier: Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik und Meerestechnik. Organ für die Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen (z.B. ISO-Normen).
Knoten
Maßeinheit für die Geschwindigkeit eines Schiffes. Ein Knoten entspricht einer Seemeile (sm) pro Stunde bzw. 1,852 Kilometer pro Stunde.
Kommanditbeteiligung
Anteil eines Kommanditisten an einer Kommanditbeteiligung. Die Höhe der Kommanditbeteiligung ist regelmäßig für den Anteil des Kommanditisten am Ergebnis (Gewinn oder Verlust) und am Vermögen der Kommanditgesellschaft sowie für die Verwaltungsrechte des Kommanditisten (wie z.B. das Stimmrecht) von Bedeutung.
Kommanditgesellschaft
Personengesellschaft, die zwei Arten von Gesellschaftern hat: Solche, die unbeschränkt mit ihrem gesamten Vermögen haften (Komplementär) und solche, deren Haftung auf eine bestimmte, im Handelsregister eingetragene Kapitaleinlage beschränkt ist (Kommanditisten).
Kommanditist
Beschränkt haftender Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft. Ein Kommanditist ist der Kommanditgesellschaft gegenüber zur Leistung der vereinbarten Kommanditeinlage verpflichtet. Im Innenverhältnis, d. h. gegenüber der Gesellschaft und seinen Mitgesellschaftern, haftet ein Kommanditist in Höhe seiner Kommanditeinlage. Im Außenverhältnis, d. h. gegenüber Dritten, haftet ein Kommanditist hingegen grundsätzlich nur in Höhe der im Handelsregister eingetragenen Haftsumme, die regelmäßig niedriger ist als die Kommanditeinlage. Die Außenhaftung ist ausgeschlossen, soweit diese Haftsumme geleistet ist.
Kommanditkapital / Kommanditeinlage
Vom Kommanditisten (Gesellschafter des Fonds) eingebrachte Kapital (Wert seiner Einlage in das Unternehmen).
Komplementär
Vollhaftender Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft. Bei Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG ist der Komplementär eine GmbH und die Haftung ist somit auf das Vermögen der Gesellschaft beschränkt.
Konsortialführer
Federführende Bank beim Börsengang eines Unternehmens
Konzeption
Bezeichnung für die Gestaltung einer Investition. Hierunter fallen alle relevanten Vorarbeiten, Ausarbeitungen und Kalkulationen sowie das fertige Finanzierungsmodell.
L
Länge über alles
Gemessen zwischen dem hintersten und dem vordersten festen Punkt des Schiffes.
Länge zwischen den Loten
Gemessen zwischen den Schnittpunkten der Konstruktionswasserlinie.
Later Stage Financing
Finanzierung nach der ersten Vermarktungsphase des Produkts
LBO (Leveraged Buy-out)
Großteils mit Fremdkapital finanzierter Unternehmenskauf
Leistungsbilanz
Gegenüberstellung von prospektierten und tatsächlich realisierten jährlichen Fondsergebnissen
Lesee
Nutzungsberechtigter
Leverage
Unter Leverage-Effekt (engl. für Hebeleffekt) wird die Hebelwirkung der Finanzierungskosten des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalverzinsung verstanden. Diese Hebelwirkung tritt dann ein, wenn ein Anleger Fremdkapital zu günstigeren Konditionen aufnehmen kann als die Investition an Rendite erzielt.
Leverage Buy-out
größtenteils mit Fremdkapital finanzierter Unternehmenskauf
Liegenschaft
Eine Liegenschaft ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein Grundstück inklusive darauf befindlicher Gebäude und deren Zubehör. In Hinblick auf ATLANTIC Australien 2 definiert sich der Begriff Liegenschaft durch das Riverside Centre, North Terrace in Adelaide sowie das Erbpachtrecht für das Grundstück auf dem sich das Objekt befindet.
Lineare Abschreibung
Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des abzuschreibenden Wirtschaftsgutes (WG) werden gleichmäßig auf die Jahre der Nutzungsdauer aufgeteilt. Dabei wird jedes Jahr der gleiche Betrag abgeschrieben und am Ende der Nutzungsdauer ist das WG vollständig abgeschrieben.
Linienschifffahrt
Der Begriff Linienschifffahrt bezeichnet Schiffsverkehre die mehrere Häfen innerhalb eines Fahrplanes anlaufen (im Gegensatz zur Trampschifffahrt).
Liquidation
Unter Liquidation (von lat. liquidus, „flüssig“) versteht man im betriebswirtschaftlichen Zusammenhang den Verkauf aller Vermögensgegenstände eines Unternehmens oder Vereins mit dem Ziel, das darin gebundene Kapital in Bargeld oder andere leicht in Bargeld umtauschbare („liquide“) Mittel umzuwandeln. Durch die Liquidation erfolgt die Auflösung der Gesellschaft.
Liquidität
Der Begriff Liquidität bezeichnet in seiner allgemeinen Bedeutung die Fähigkeit, im Markt ein Wirtschaftsgut schnell gegen ein anderes zu tauschen. Mit Ausnahme des Tauschmarktes ist mindestens eines der beiden Wirtschaftgüter ein geldwertes Zahlungsmittel. Liquidität bezeichnet deshalb auch die Verfügbarkeit über genügend Zahlungsmittel. Neben dieser Verfügbarkeit muss aber auch ein Tauschpartner gefunden werden, welcher die gewünschte Transaktion gegen Geld abwickelt.
Liquiditätsreserve
Hier: Geldmittelreserve der Beteiligungs- oder einer Fondsgesellschaft für unvorhergesehene Ausgaben
Lloyd’s Register
Die Lloyd’s Register Group (LR) in London (weitere Hauptsitze: Houston und Hongkong) ist eine Schiffs-Klassifikationsgesellschaft und unabhängige Risikomanagement-Organisation, die Dienstleistungen zur Risikobewertung und -minderung sowie Zertifizierungen (z. B. nach ISO 9001:2000, ISO 14001:2004, OSHAS, EMAS etc.) anbietet.
Loanted Value
Beleihungswert
Loss of Hire-Versicherung
Dieses ist ein Versicherungsvertrag, der das Risiko möglicher Einnahmeausfälle durch technische Ausfallzeiten des Schiffes von den Schiffseigentümern auf einen Versicherer abwälzt. Grundsätzlich ist der versicherte Zeitraum begrenzt.
M
Majorisierung
Beherrschung durch Stimmenmehrheit.
Maklerprovision
Ist die Gebühr für den Immobilienmakler für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages oder die Vermittlung eines Vertrages. Nur dann begründet, wenn die Maklertätigkeit ursächlich für das Zustandekommen des Vertrages war.
Managed Investment Trust
Kapitalanlagegesellschaft
Management-Buy-In (MBI)
Von Management-Buy-in (MBI) spricht man, wenn ein Unternehmen durch externes Management übernommen oder die Übernahme mit Hilfe eines Investors durch ein fremdes Management forciert wird. Dies kommt vor allem dann zustande, wenn ein externes Management der Überzeugung ist, dass das Unternehmen schlecht geführt ist und durch bessere Führung effektiver sein könnte.
Management-Buy-Out (MBO)
Der Begriff Management-Buy-out (MBO) bezeichnet die mehrheitliche Übernahme eines Unternehmens durch das (eigene) bisherige Management durch Erwerb.
Marktpotenzial
Das Marktpotenzial entspricht in etwa der Marktkapazität (gesamte Aufnahmefähigkeit des Marktes), wobei hier die Kaufkraft des Haushalts berücksichtigt wird.
Es ist die Gesamtheit möglich absetzbarer Mengen eines Produktes auf einem bestimmten Markt. Somit repräsentiert es die Aufnahmefähigkeit eines Marktes, beziehungsweise die zu erwartende höchstmögliche Marktnachfrage, wobei alle potentiellen Nachfrager berücksichtigt werden, welche theoretisch für die Produktübernahme in Betracht kommen und dafür mit genügend Kaufkraft ausgestattet sind.
Marktsegment
Marktbereich
Marktvolumen
Als Marktvolumen wird die gesamte Nachfrage innerhalb eines Marktpotentials (=Bedarf) aufgefasst. Dabei ist der Unterschied zwischen Bedarf und Nachfrage in diversen Nachfragebarrieren zu sehen, die mit verschiedenen Marketinginstrumenten eventuell abgebaut werden können. Deshalb ist das Marktvolumen als umweltbedingte Größe zu sehen. Es wird von für die Anbieter nicht steuerbaren Einflußgrößen und durch Einsatz des Marketings durch die Anbieter beeinflusst. Das Marktvolumen wird in den allermeisten Fällen in Geldeinheiten angegeben.
Medianfonds
Medienfonds sind geschlossene Fonds, mit denen Film- und Fernsehproduktionen finanziert werden. Der Anleger trägt mit seiner Investition zur Finanzierung bei und wird am Einspielergebnis beteiligt.
Der Fonds besteht aus einer Gemeinschaft von Anlegern, die mit ihrem Kapital entweder Filme und/oder TV-Produktionen herstellen (Producer-Fonds) oder mit Filmlizenzen handeln (Leasing- oder Buyer-Fonds). Die beliebteste Rechtsform für einen Medienfonds ist die GmbH & Co. KG. Dabei ist die GmbH persönlich haftende Gesellschafterin; sie muss nicht am Gesellschaftskapital des Fonds beteiligt sein, und ihre Geschäftsführer müssen nicht aus der Filmbranche kommen. Kommanditisten sind die einzelnen Anleger.
Milestones (auch "Benchmarks")
Herausragende Punkte in der Unternehmensentwicklung, bei deren Erreichen über weitere Schritte wie z.B. eine neuerliche Kapitalzufuhr entschieden wird.
Mindestbesteuerung
Regelungen zur Mindestbesteuerung sollen den Besteuerungsanspruch des erhebenden Staates sicherstellen. Teilweise richten sie sich unmittelbar gegen Strategien zur Steuervermeidung, teilweise sollen sie einen regelmäßigen Steuerfluss sicherstellen.
Unabhängig von ihrer genauen Ausgestaltung wirken Mindestbesteuerungsvorschriften verzerrend und vermindern die Neutralität eines Steuersystems. Aufgabe des Gesetzgebers ist es, diese steuersystematischen Nachteile gegen die angestrebten Ziele abzuwägen.
Mindestbeteiligung
Der vom Anleger zu zeichnende Kommanditanteil soll einem definierten Mindestbetrag entsprechen, um den Verwaltungsaufwand in angemessener Relation zu halten.
Mittelverwendungskontrolle
Sicherstellung der zweckgerechten Verwendung der von den Anlegern auf ein Treuhandkonto geleisteten Einlagen durch einen Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwalt oder entsprechende Zusammenschlüsse während der Investitionsphase eines Fonds.
MS
Abkürzung für Motorschiff
N
NABERS
NABERS steht für National Australian Built Environment Rating System. Das NABERS Bewertungssystem wurde im Jahr 1999 eingeführt, um sowohl die Energieeffizienz als auch die Umweltbelastung australischer Gebäude einheitlich beurteilen zu können. Die Ergebnisse werden auf einer Skala von eins bis fünf abgebildet, wobei eine Bewertung von fünf die niedrigsten Emissionswerte ausweist.
NASDAQ
(National Association of Security Dealers Automated Quotation)
Amerikanische High-Tech-Börse, bietet ein ausgezeichnetes Emissionsfeld für junge wachstumsstarke Unternehmen. Bezüglich der Anzahl der notierten Unternehmen und der gehandelten Aktien die größte US-amerikanische Börse.
Nebenkosten
Alle dem Fonds zusätzlich zuzuordnenden Kosten wie z.B. Agio, Liquiditätsreserven und Vertriebskosten des Emissionshauses
Negatives steuerliches Ergebnis
Kapitalanlegern eines geschlossenen Fonds werden sowohl tatsächliche Verluste als auch reine Buchverluste (insbesondere Abschreibungen) zugewiesen. Durch negative steuerliche Ergebnisse sparen die Anleger Einkommensteuer.
Nettopoolrate
Mittelwert der Poolraten eines Pools - die Rate die jedes Schiff eines Pools aus dem gemeinsamen Pool-Topf erhält
Nettoraumzahl (NRZ)
Bezeichnet das dimensionslose Maß für die ermittelte Nutzbarkeit eines Schiffes und ist abhängig von dem Inhalt aller Laderäume, dem Tiefgang und der Seitenhöhe. Die NRZ ist Bezugsbasis für die Tonnagesteuerermittlung.
Nominalbeteiligung
Einlage ohne Aufzahlung
Nominalbetrag
Der im Darlehensvertrag vereinbarte Nennbetrag eines Darlehens. Der Auszahlungsbetrag liegt gegebenenfalls unter dem Nominalbetrag (Auszahlungskurs).
Nominalkapital
Das Nominalkapital oder Nennkapital stellt das in der Bilanz einer Kapitalgesellschaft ausgewiesene Kapital dar, auf das sich Angaben zum Besitz von Anteilen des Unternehmens beziehen.
Nominalschuld
Von einer Nominalschuld ausgehend werden Tilgung, Zinsen und Bearbeitungsgebühren berechnet. Die Nominalschuld entspricht nicht der Summe des ausgezahlten Kredits. Vom Nominalbetrag werden zuerst bestimmte Beträge wie z.B. Disagio abgerechnet.
Normalzins
Der Nominalzins ist ein Teil des Effektivzinses. Er ist die sich im Zeitablauf verringernde Komponente der Annuität. Der Nominalzins ist der gemäß Darlehensvertrag laufend zu entrichtende Zins.
Notar
Der Notar (lat. notarius, Geschwindschreiber) ist als unabhängiger Träger eines öffentlichen Amtes für die Beurkundung von Rechtsvorgängen und für andere Aufgaben auf dem Gebiet der vorsorgenden Rechtspflege in den Ländern bestellt (§ 1 Bundesnotarordnung).
Notar-Anderkonto
Anderkonto ist ein in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung unterhaltenes Konto. Der Inhaber des Anderkontos verwaltet dieses für den Dritten treuhänderisch. Guthaben auf Anderkonten fallen bei Insolvenz des Treuhänders nicht in seine Vermögensmasse und sind daher besonders geschützt.
Für diese Konten gelten besondere Geschäftsbedingungen der Banken. Hierin heißt es u.a.: "Diese Anderkonten... sind nicht dafür bestimmt, eigenen Zwecken des Inhabers zu dienen". Auch damit wird deutlich gemacht, welchen Zweck ein Anderkonto hat. Anderkonten werden im Regelfall von Rechtsanwälten, Notaren, Insolvenz- oder Zwangsverwaltern geführt.
Notarbestätigung
Bestätigung des Notars gegenüber der Bank, dass der rangrichtigen Eintragung der Grundschuld nichts im Wege steht. Die Notarbestätigung ermöglicht die vorzeitige Auszahlung eines Darlehens, bevor die Eintragung im Grundbuch vollzogen ist.
Notargebühr
Notare erheben für ihre Tätigkeit Gebühren nach der Kostenordnung (KostO). Diese müssen vom Notar erhoben werden, abweichende Kostenvereinbarungen mit ermäßigten oder erhöhten Kosten sind unwirksam und führen zur Untersuchung durch den Landgerichtspräsidenten. Damit soll die Unparteilichkeit des Notars gewährleistet werden.
Notarielle Beurkundung
Bei einer Beurkundung durch einen Notar (§ 128 BGB) nimmt dieser nach Belehrung der Erschienenen deren Erklärungen ihm gegenüber in eine von ihm zu errichtende Urkunde auf. Diese Niederschrift liest er den Erschienenen vor, die sie genehmigen und eigenhändig unterschreiben müssen. Anschließend unterschreibt der Notar selbst und bestätigt mit seiner Unterschrift, dass die vor ihm erschienenen Personen die Erklärungen ihm gegenüber so abgegeben haben, wie er sie niedergelegt hat. Die Einzelheiten dazu regelt das Beurkundungsgesetz. Die notariellen Urkunde erbringt den vollen Beweis für die beurkundete Erklärung.
O
OECD
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung („OECD“/englisch: Organisation for Economic Cooperation and Development) ist eine internationale Organisation mit 30 Mitgliedsländern, die sich Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen. Die meisten OECD-Mitglieder gehören zu den Ländern mit hohem Pro-Kopf-Einkommen und gelten als entwickelte Länder. Sitz der Organisation ist Paris.
Off-Hire-Period
Zeitraum, in dem ein Schiff keine Beschäftigung hat oder technisch nicht einsetzbar ist und der Charterer keine Charter zu zahlen hat.
Option
Eine Option bezeichnet in der Wirtschaft ein abgeleitetes Finanzgeschäft (sogenanntes Derivat). Mit dem Kauf einer Option erwirbt man das Recht, ein Wertpapier oder ein Produkt in der Zukunft zu einem vorher vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Daher wird eine Option auch als bedingtes Termingeschäft bezeichnet.
Der Käufer erwirbt:
- das Recht, hat aber nicht die Pflicht,
- während eines festgelegten Zeitraums (Kontraktlaufzeit, Lebenszeit) bei amerikanischen Optionen
- bzw. am Ende der Laufzeit zum Ausübungsdatum bei europäischen Optionen
- eine bestimmte Menge eines Gutes (Basiswert, Underlying oder underlying asset)
- zu einem im voraus festgelegten Preis (Ausübungspreis oder Strike-Preis)
- zu kaufen (Call-Option) oder
- zu verkaufen (Put-Option).
Der Verkäufer (auch Stillhalter, Schreiber, Zeichner) erhält den Kaufpreis der Option. Er ist im Falle der Ausübung verpflichtet, den Basiswert zum vorher bestimmten Preis zu kaufen (Put) bzw. zu verkaufen (Call).
Option zur Tonnagesteuer
Wechsel zur Tonnagesteuer
P
Panmax-Schiffe
Bezeichnet Schiffe, die aufgrund ihrer Abmessungen gerade noch durch die Schleusen des Panamakanals passieren können.
Parketthandel
Der Präsenzhandel, Parketthandel oder Criée-Handel (franz.: criée bedeutet Zuruf) ist eine Form der Kursbildung an Börsen. Gelegentlich werden auch die Bezeichnungen Ringhandel, Zurufhandel oder der englische Ausdruck open outcry trading verwendet.
Performance
Gibt den Wertzuwachs von Fonds in einen bestimmten Zeitraum an.
Personengesellschaft
Eine Personengesellschaft entsteht, wenn sich mindestens zwei natürliche Personen und/oder juristische Personen zur Erreichung eines gemeinsamen Zweckes zusammenschließen und Beiträge erbringen. Eine Personengesellschaft ist keine juristische Person und hat nur eine eingeschränkte Rechtsfähigkeit.
Pflichteinlage
Die Pflichteinlage entspricht dem gezeichneten Kapital (Hafteinlage). Wird im Gesellschaftsvertrag keine Pflichteinlage vereinbart, dann kann unterstellt werden, dass diese mit der Haftsumme identisch ist.
Platzierungsgarantie
Zusicherung gegenüber der Gesellschaft, dass das Fondskapital eines geschlossenen Fonds vollständig gezeichnet wird. Dies bedeutet zusätzliche Sicherheit für den Anleger, da das Erreichen des Investitionsziels gewährt ist.
Platzierungssicherheit
Garantiert dem Anleger die Schließung und Realisierung eines Fonds. Dies wird in der Regel durch eine Eigenkapitalvorfinanzierung des Initiators realisiert.
Portfolio
Portfolio - v. lat. folium „Blatt“ und portare „tragen“ - (selten Portefeuille) bezeichnet eine Sammlung von Wertanlagen eines Typs. Der Besitz eines Portfolios ist in der Regel Teil einer Strategie, die Risiken finanzieller Investitionen durch Streuung zu senken.
Portfoliounternehmen
Eines der Unternehmen, an denen sich eine Venture-Capital-Gesellschaft beteiligt hat.
Post-Panmax-Schiffe
Postpanamax-Schiffe, auch Postpanmax- oder Overpanamax-Schiffe genannt, sind Schiffe, deren Abmessungen es ihnen nicht erlauben, den Panamakanal zu befahren (vgl. Panamax-Schiffe).
Power of Attorney
Handlungsvollmacht
Private Equity
Privates Beteiligungskapital (englisch private equity) ist der allgemeine Begriff für das von privaten und institutionellen Anlegern beschaffte Beteiligungskapital an in der Regel nicht börslich (öffentlich) gehandelten Unternehmen. Neben der Einzahlung des Stamm- oder Grundkapitals durch die Firmengründer existieren vielfältige Finanzierungsformen und -gründe. Als Gegenstück zum Private Equity, bei dem eine Eigenkapital- oder eigenkapitalähnliche außerbörsliche Finanzierung verwendet wird, stehen die Fremdkapitalfinanzierung und die Beschaffung von Eigenkapital mittels Public Equity, das heißt börsengehandelte Aktien.
Private Equity Dachfonds
Investieren in mehrere geschlossene Fonds und minimieren dadurch das Risiko.
Private Equity Fonds
Geschlossene Fonds, deren Manager Anteile an Unternehmen kaufen. Die Firmen nutzen diese Geldspritze, um zu expandieren oder sich neu zu strukturieren und so einen Wertzuwachs zu generieren.
Private Placement
Unter dem Private Placement, wird der private (nicht öffentliche) Verkauf von Vermögensgegenständen verstanden. Private Placements finden immer unter Ausschluss einer Börse (öffentlichen Handelsplatzes) statt, daher "Private". Meist müssen sich die potenziellen Käufer durch gesetzliche Mindestvorschriften qualifizieren um an dem Verkauf teilnehmen zu können (Vermögensgrenze, entsprechende Risikogruppe nach WPHG), immer müssen die beteiligten Investoren jedoch über ein großes Vermögen verfügen, da Private Placements meist ein sehr hohen Preis pro Vermögensgegenstand haben (ggf. mehrere Millionen).
Prognoserechnung
In der prognostizierten Liquiditätsrechnung werden die kalkulierten Einnahmenüberschüsse der Fondsgesellschaft dargestellt, aus denen die prognostizierten Ausschüttungen der Fondsgesellschaft an die Anleger gezahlt werden sollen. In der steuerlichen Prognose wird auf Basis der prognostizierten Liquiditätsrechnung das voraussichtliche steuerliche Ergebnis dargestellt.
Progressionsvorbehalt
Ausländische Vermietungseinkünfte werden in Deutschland in der Regel gemäß Doppelbesteuerungsabkommen unter Progressionsvorbehalt von der Besteuerung freigestellt. Die im jeweiligen Ausland steuerpflichtigen Einkünfte werden in Deutschland für die Ermittlung des einkommensbezogenen Steuersatzes (Progressionsstufe) dem inländischen steuerpflichtigen Einkommen zugerechnet. Der so ermittelte Durchschnittssteuersatz wird ausschließlich auf die in Deutschland zu versteuernden Einkünfte angewendet.
Prolongation
Unter Prolongation versteht man die Verlängerung eines Darlehens nach Ablauf der Zinsfestschreibung.
Property Manager
Immobilienverwalter (direkt im und am Gebäude tätig; starke Ausrichtung auf Mieterpflege)
Prospekt
Ein Emissionsprospekt oder Wertpapierverkaufsprospekt (kurz: Verkaufsprospekt) ist ein Dokument, das begleitend zu einer Wertpapieremission am Finanzmarkt erstellt und veröffentlicht wird.
Ein Emissionsprospekt enthält alle Angaben zu dem angebotenen Wertpapier und zum Anbieter (Emittenten), die nach der jeweils gültigen Gesetzgebung (in Deutschland: nach dem Wertpapier-Verkaufsprospektgesetz) vorgeschrieben sind. Er dient dazu, die potenziellen Investoren über alle Eigenschaften, Chancen und Risiken des Wertpapiers zu informieren.
Prospekthaftung
Nicht nur das Börsengesetz regelt speziell für den Verkauf von Wertpapieren eine Prospekthaftung, wonach der Emittent und das Konsortium für entstandene Schäden haften, wenn der Emissionsprospekt unwahre oder irreführende Angaben zum Nachteil von Käufern der Neuemission enthält.
Da der Prospekt wichtige Grundlage für die Anlageentscheidung des Käufers ist, soll er alle wesentlichen Angaben enthalten, die jenem ein zutreffendes Urteil über den Emittenten und die Wertpapiere ermöglichen. Bei nicht börsenbezogenen Anlageformen muss der Prospekt grundsätzlich vollständig und richtig sein. Der Haftungsumfang ist sehr weit gestaltet worden: Es haften Gründer, Initiatoren, Hintermänner, die übrigen Garanten des Prospekts, ggf. auch Treuhänder, allerdings nicht die Beiratsmitglieder.
Prospektprüfung
Ein vom Prospektherausgeber in Auftrag gegebener und von einem Wirtschaftsprüfer oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellter Prüfbericht. Die Prospektprüfung hat die Aufgabe, festzustellen, ob der Emissionsprospekt die für die Entscheidung eines Kapitalanlegers wesentlichen Angaben vollständig und richtig enthält. (gem. IDWS4)
Prospektprüfungsbericht
Bestätigung eines unabhängigen Prüfers über die Richtigkeit der im Prospekt gemachten Angaben hinsichtlich beteiligter Personen, Verträge etc. korrekt sind.
Protection-&-Indemnity-VersicherungG (P&I)
Eine umfassende Haftpflichtversicherung für Schiffe, die meistens mit sog. P&I-Clubs (Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit) abgeschlossen wird. Bis zu einer vertraglich festgelegten Obergrenze versichert werden die Haftpflichtansprüche und vertraglich übernommene Verpflichtungen aus dem Schiffsbetrieb, die der Schiffsgesellschaft aus dem operativen Geschäft entstehen. Dies sind u. a. Ladungsschäden, Personenschäden oder auch Kosten, die durch Umweltverschmutzungen entstanden sind.
Publikumsfonds
Diese Fonds mit vergleichsweise niedriger Mindestbeteiligung, ermöglichen vergleichsweise vielen Anlegern eine Beteiligung.
Q
Quellensteuer
Gebräuchliche Bezeichnung für eine Steuer, die direkt an der "Quelle" erhoben wird, aus der die Einkünfte fließen:
- Arbeitslohn - Quelle: der Arbeitgeber - Quellensteuer: die Lohnsteuer
- Zinsen - Quelle: ein Kreditinstitut - Quellensteuer: der Zinsabschlag
- Dividenden - Quelle: eine Kapitalgesellschaft - Quellensteuer: die Kapitalertragsteuer
Alle diese "Quellensteuern" sind im Einkommensteuergesetz geregelt; sie werden bei der Einkommensteuerveranlagung wie eine Einkommensteuervorauszahlung behandelt.
R
ratifizieren
bestätigen, in Kraft setzen, anerkennen
Rating
Bewertung der Bonität bzw. Qualität eines Vertragspartners durch externe Agenturen.
Referenzwährung
Währung, in der die Fondsgesellschaft die Fondspreise täglich ermittelt.
Refinanzierung
Als Refinanzierung bezeichnet man die Geldbeschaffung z.B. von Kreditinstituten. Hat eine Bank Gelder an Kreditnehmer ausgezahlt, kann sie sich u.a. über die Emission von festverzinslichen Wertpapieren wieder eindecken (refinanzieren) und erhält somit den Spielraum, weitere Kredite zu gewähren.
Reisecharter
Die auch Reisecharter genannte Vermietung des betriebsbereiten Schiffes an den Charterer für eine Reise mit einer Schiffsladung vom Ladehafen bis zum Löschhafen.
Rendite
Der Begriff Rendite (Synonym Rentabilität, Profitrate, Ertragsrate, Kapitalverzinsung, Rücklaufquote, Verzinsungssatz - engl. return, rate of return oder Return on Investment (RoI)) ist ein Fachbegriff der Finanzmärkte. Die Rendite gibt das Verhältnis der Einzahlungen zu den Auszahlungen an und wird meist in Prozent und jährlich angegeben. Die bekannteste Renditekennzahl ist der Zinssatz. IIR)
Rentabilität
Verhältnis vom Gewinn zum eingesetzten Kapital - zeitraumbezogen
Risikodiversifikation
Als Risikodiversifikation bezeichnet man den Effekt der sich daraus ergibt, dass man zwei oder mehr Wertpapiere miteinander in einem Portfolio kombiniert. Das so gewonnene Portfolio hat ein geringeres Risiko als die beiden einzelnen Wertpapiere. Voraussetzung ist, dass sie nicht 100% positiv korreliert sind; sie besitzen zueinander einen Korrelationskoeffizienten, welcher kleiner als 1 ist.
Road Show
Übliche Unternehmenspräsentationen vor institutionellen Investoren
ROI (Return on Investment)
Der Begriff Return on Investment (deutsch Kapitalrendite kurz ROI) soll die Rendite des eingesetzten Kapitals messen. Der ROI ist im Kennzahlensystem des DuPont-Konzerns als Spitzenkennzahl durch Multiplikation von Umsatzrendite und Kapitalumschlag definiert. Die Kennzahl wurde 1919 von Donaldson Brown, einem Ingenieur des Unternehmens Du Pont de Nemours, definiert.
Rücklagen
Gehören zum Eigenkapital einer Kapitalgesellschaft. Sie werden entweder auf speziellen Rücklagenkonten offen ausgewiesen oder finden sich in Form von stillen Reserven in bestimmten Aktiv- oder Passivposten der Bilanz. Rücklagen dienen zum einen dazu, in Krisenzeiten auftretende Verluste ausgleichen zu können, ohne das Nominalkapital anzugreifen, und zum anderen dazu, die haftenden Mittel zu erhöhen. Rücklagen werden entweder aus nicht ausgeschütteten Gewinnen oder aus dem Agio bei Eigenkapitaleinzahlung gebildet.
Rückstellungen
Rückstellungen sind Bilanzposten für ungewisse Verbindlichkeiten, also wirtschaftliche Verpflichtungen, die dem Grunde nach (ob?), des Auszahlungszeitpunktes (wann?) oder der Höhe nach (wie viel?) noch nicht bestimmt sind. Durch ihre Passivierung wird dem im deutschen Bilanzrecht vorherrschenden Gläubigerschutzgedanken (siehe Vorsichtsprinzip) Rechnung getragen, da sichergestellt wird, dass ein Unternehmen bei Eintritt der ungewissen Verbindlichkeit über hinreichend Kapital verfügt, um die Verpflichtung zu erfüllen. Ihre Bildung wird mit dem Realisationsprinzip oder dem Imparitätsprinzip begründet. Kurz gesagt sind Rückstellungen zukünftige Aufwendungen, die mit grosser Wahrscheinlichkeit eintreten, deren Höhe und Zahlungszeitpunkt aber ungenau sind.
S
Schenkungssteuerlicher Wert
Grundlage des schenkungsteuerlichen Wertes einer gewerblichen Unternehmensbeteiligung bildet das Kapitalkonto der Kommanditisten, in dem die Liquiditätsströme und steuerlichen Ergebnisse abgebildet sind. Dabei werden Ausschüttungen wie Entnahmen behandelt.
Schiffsbetriebskosten
Die Schiffsbetriebskosten beinhalten u. a. Kosten für Schmierstoffe, Ausrüstung, mögliche Reparaturen und Versicherungen sowie Personal- und Instandhaltungskosten.
Schiffshypothekendarlehen
Bankdarlehen für die Finanzierung eines Schiffes. Die Darlehensforderung ist analog einer Immobilienfinanzierung durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.
schriftliches Umlaufverfahren
schriftliche Beschlussfassung
Seed Finance
In dieser frühen Phase werden die finanziellen Mittel in der Regel für Forschung und Entwicklung benötigt, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Marktreife zu führen. Diese Phase ist in der Regel durch ein sehr hohes Risiko gekennzeichnet, da kein fertiges Produkt vorliegt und der mögliche kommerzielle Erfolg in diesem Stadium nur sehr schwer schätzbar ist. Der Kapitalgeber wird dementsprechend eine, im Vergleich zu den späteren Phasen, höhere Beteiligungsquote beanspruchen, d.h. der Einkauf in das Unternehmen erfolgt zu einem niedrigen Preis bei hohem Risiko.
Seemeile
1 sm entspricht 1,852 km.
Seeschiffsregister
Grundbuch für Schiffe (Seeschiffsregister und Binnenschiffsregister), das bei dem jeweils zuständigen Amtsgericht geführt wird und über die Rechtsverhältnisse an Schiffen Auskunft gibt.
In das deutsche Schiffsregister werden Seeschiffe eingetragen, die berechtigt oder verpflichtet sind, die deutsche Bundesflagge zu führen. Es wird vom zuständigen Amtsgericht eines Hafenplatzes geführt. Dort werden alle Schiffe eingetragen werden, für die der betreffende Ort als Heimathafen gilt. Fehlt ein Heimathafen oder soll die Schifffahrt von einem ausländischen Ort aus betrieben werden, ist die Wahl des Schiffsregisters freigestellt. Das Schiffsregister ist öffentlich und gibt Auskunft über Eigentum und rechtliche Verhältnisse bezüglich der eingetragenen Schiffe.
Sensitivitätsanalyse
Bei einer Sensitivitätsanalyse findet eine Grenzbetrachtung der Ergebnisse statt. Dabei wird jeweils c.p. ein Parameter (oder auch mehrere Parameter gemeinsam) verändert. Es wird geprüft, ab welchem Zeitpunkt der Zielwert erstmal unter- bzw. überschritten wird (z.B. die Opportunität).
In der Sensitivitätsanalyse (= „Empfindlichkeitsanalyse“) wird der Einfluss von Inputfaktoren (einzeln oder gemeinsam) auf bestimmte Ergebnisgrößen untersucht. Die Analyse kann mathematisch durch das Analysieren von Modellgleichungen erfolgen oder auch durch die Verwendung von variierten einzelnen Inputfaktoren und damit den Vergleich der Ergebnisse mit dem Ergebnis des Standardinputs. Inputfaktoren können z. B. Preise und Kosten sein und Ergebnisgrößen sind möglicherweise Mengen, der Break-Even-Punkt (Gewinnschwelle) u.s.w.
Sicherheiten
Im Rahmen einer langfristigen Immobilienfinanzierung sind vom Darlehensnehmer Sicherheiten zu stellen. Diese sind vor allem Grundpfandrechte (Grundschuld), im Einzelfall auch eine Bürgschaft oder sonstige Zusatzsicherheiten.
SOLAS (Safety of life at sea-convention)
Internationale Konvention zum Schutz menschlichen Lebens auf See seit 1974. Die Vorschriften beinhalten sicherheitsfördernde bauliche Maßnahmen und schreiben bestimmte Ausrüstungsgegenstände zur Gewährleistung der Leckstabilität und allgemeinen Verbesserung der Schiffssicherheit vor.
Sondereigentum
Zum Sondereigentum gehört sowohl das Alleineigentum, als auch das Teileigentum. Zum Sondereigentum gehören auch Bestandteile des Gebäudes, die verändert, beseitigt oder eingefügt werden können, ohne dass dadurch gemeinschaftliches Eigentum beeinträchtigt wird.
Sondernutzungsrecht
Durch diese Bestimmung bekommen Sondereigentümer das alleinige Nutzungsrecht für Teile des Gemeinschaftseigentums eingeräumt. Dies betrifft z.B. die Nutzung der PKW-Stellplätze, des Gartens, der Hausfassade als Werbefläche etc.
Sondertilgungen
Sondertilgungen sind Tilgungen, die außerhalb der vereinbarten regelmäßigen Tilgungen stattfinden. Die mögliche Höhe und die Bedingungen für Sondertilgungen werden im Darlehensvertrag festgelegt.
Sonderumlage
Die Sonderumlage ist eine außergewöhnliche Zahlung in besonderen Fällen (z.B. notwendige Reparatur).
Sonderwerbungskosten
Werbungskosten, die nicht im Rahmen der Fondsgesellschaft, sondern beim einzelnen Gesellschafter anfallen.
Spekulationsfrist
Frist von 10 Jahren, in der Immobilien bzw. Beteiligungen nicht steuerfrei veräußert werden können.
Spekulationsgewinn
Spekulationsgewinn kann aus Spekulationsgeschäften resultieren. Der Gewinn oder Verlust eines solchen Geschäftes wird aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, Veräußerungspreis und Werbungskosten ermittelt. Er kann erhöht werden, wenn es Abschreibungen innerhalb der Spekulationsfrist gibt.
Spotmarkt
Markt, auf dem kurzfristige Charterverträge, vorwiegend Reisechartern, für ein Schiff für eine Reise zu einem bestimmten Hafen abgeschlossen werden.
Spotrate
Charterrate für kurzfristige Charterverträge im Spotmarkt.
Spread
Kursbezogene Spreads: als Spread oder Kursdifferenz bezeichnet man beim Wertpapierhandel die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs. In der Regel kaufen Privatanleger zum höheren Briefkurs (Angebot im Markt) und verkaufen zum niedrigeren Geldkurs (Nachfrage des Marktes). Diese Differenz wird als Geld-/Briefspanne oder Spread bezeichnet. Somit sind die Kosten für den Anleger beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren umso geringer, je kleiner der Spread ausfällt. Meist variiert dieser je nach Börsen-Handelsort.
Start-up (-Unternehmen)
Unternehmen, das sich in der Gründungsphase, im Aufbau oder seit kurzem im Geschäft befindet und seine Produkte noch nicht oder nicht in größerem Umfang vermarktet hat.
Stellplätze
Containerstellplatz
Stempelsteuer (Stamp Duty)
Der Erwerb von Grundbesitz im australischen Bundesstaat "South Australia" ist grundsätzlich in Höhe von rund 5,5 % des lastenfreien Marktwerts eines Grundstücks oder, soweit dieser Betrag höher ist, des gezahlten Kaufpreises stempelsteuerpflichtig.
Steuerliches Ergebnis
Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens unter steuerrechtlichen Bedingungen, welcher vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht.
Stille Beteiligung
Die stille Gesellschaft (Abkürzung StG) ist in Deutschland eine Sonderform der Gesellschaft. Sie entsteht dadurch, dass sich eine natürliche Person oder juristische Person an einem Unternehmen mit einer Vermögenseinlage beteiligt. Die Stille Gesellschaft ist eine Innengesellschaft - für einen Außenstehenden ist sie in der Regel nicht erkennbar. Etwas anderes gilt bei einer Beteiligung an einer Aktiengesellschaft. Hier muss die Beteiligung eines stillen Gesellschafters veröffentlicht werden.
Stiller Gesellschafter
Die Rechte und Pflichten des stillen Gesellschafters beschränken sich ausschließlich auf das Innenverhältnis. Der stille Gesellschafter nimmt am Verlust bis zur Höhe seiner Einlage teil. Oft wird die Verlustbeteiligung im Gesellschaftsvertrag aber ausgeschlossen (§ 231 HGB). Die Einlage kann gemäß § 706 (3) BGB entweder in Geld oder auch in Sach- oder Dienstleistungen bestehen. Für die Überlassung der Einlage erhält er üblicherweise eine Beteiligung am Gewinn. Im Außenverhältnis ist der stille Gesellschafter selbst Gläubiger der Gesellschaft mit Gewinnbeteiligung.
Szenarien
Planungsverfahren, um Chancen und Risiken einer strategischen Entscheidung besser abschätzen zu können. Es werden üblicherweise drei Modelle dargestellt, darunter die beiden Extreme "Best Case" und "Worst Case" und ein "Real Case" Modell, mit dessen Eintritt man am meisten rechnet.
T
TCE
Siehe Zeitcharteräquivalent.
TDW (Tons-deadweight)
Siehe dwt
Teilwert
Begriff aus dem Steuerrecht, entspricht dem Betrag, den ein Käufer des gesamten Unternehmens im Rahmen des Kaufpreises für ein einzelnes Wirtschaftsgut zahlen würde.
Termingeschäft
- Das unbedingte Termingeschäft muss sowohl seitens des Käufers als auch des Verkäufers auf jeden Fall - also "unbedingt" - erfüllt werden. Durch die gleiche Verteilung von Rechten und Pflichten fließt bei Vertragsabschluss keine Prämie. Erst bei der Erfüllung des Geschäftes kommt es zu einem Barausgleich oder zu einer effektiven Lieferung. In der Regel wird hier zwischen den folgenden Arten unterschieden:
- Future: (börsengehandeltes unbedingtes Termingeschäft)
- Forward: (außerbörsliches unbedingtes Termingeschäft)
- Beim bedingten Termingeschäft wird dem Käufer das Wahlrecht eingeräumt, auf der Grundlage vorher festgelegter Konditionen erst in der Zukunft zu entscheiden ("bedingt" durch bestimmte Marktwerte), ob er das zugrunde liegende Geschäft tatsächlich durchführen möchte. Bedingte Termingeschäfte nennt man auch Optionen. Verbriefte Optionen werden als Optionsschein bezeichnet. Die Form der Ausführung kann "amerikanisch" oder "europäisch" sein. Amerikanische Ausführung bedeutet, dass das zugrundeliegende Geschäft während der gesamten Laufzeit (freie Zeitpunktwahl) vom Käufer der Option oder des Optionsscheines getätigt werden kann. Bei der "europäischen Ausführung" darf nur zum Laufzeitende ausgeübt werden.
Termsheet
(auch Vorvertrag) Beteiligungsangebot einer VCG. Verbindlich, wenn die bisher geprüften Ergebnisse der genaueren Untersuchung standhalten und sich keine wesentlichen anderen Faktoren ergeben.
Testat
Erklärung eines unabhängigen Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers, die bestätigt, dass die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung einer Gesellschaft den handels- und steuerrechtlichen Vorschriften entspricht.
TEU
TEU ist die Abkürzung für Twenty Foot Equivalent Unit und bezeichnet die Maßeinheit für die Container-Transportkapazität von Schiffen und Hafeneinrichtungen. 1 TEU entspricht einer 20 Fuß Containereinheit (L x B x H: rund 6,10 m x 2,44 m x 2,59 m).
Thesaurierung
Thesaurierung (v. gr. thesauros, Schatzhaus) bedeutet im ökonomischen Umfeld, dass der im Abrechnungszeitraum erzielte Ertrag eines Fonds nicht in bar an die Anteilseigner des Fonds ausgeschüttet wird, sondern zur Erhöhung des Fondsvermögens verwendet (thesauriert) wird. Die einzelnen Anteile haben somit einen höheren Eigenwert.
Tiefgang
Hierunter versteht man den Abstand von der Wasseroberfläche bis zum absolut tiefsten Punkt des Schiffs (i. d. R. bis zur Unterkante des Kiels). Dieser muss besonders in flachen Gewässern beachtet werden und entscheidet u.a. darüber, in welche Häfen ein Schiff einlaufen kann.
Tilgung
Tilgung ist die Rückführung einer Geld- bzw. Kapitalschuld ohne Zinsen. Diese kann in gleich bleibenden Raten (Annuität), unterschiedlichen Raten (Tilgungshypothek) oder in einem einzigen Betrag erfolgen. Anwendung findet die Tilgung bei Darlehen, Krediten oder Anleihen.
Tilgung in Raten erfolgt meist anhand eines vorher festgelegten Tilgungsplanes.
Tilgungsaussetzung
Als Tilgungsaussetzung wird im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung die vertragliche Vereinbarung zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer über die Abtretung eines Tilgungsersatzes bezeichnet. Hierbei werden keine direkten Zahlungen zur Rückführung des Darlehens vereinbart sondern nur die anfallenden Zinsen werden dem Darlehensnehmer in Rechnung gestellt.
Tonnage
Begriff, der für die Transportkapazität (Messung des Rauminhaltes) eines Schiffes steht. Seit 1999 ist dies auch in Deutschland als Basis für die pauschalierte Gewinnermittlung relevant. 1 Tonnage = 150.000 BRT (Bruttoregistertonnen).
Tonnagesteuer
Schiffssteuer = Mit diesem Begriff wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Gewinnermittlung nach § 5a EStG bezeichnet. Danach haben Einschiffsgesellschaften seit dem 1. Juli 1999 die Möglichkeit, eine pauschalierte Gewinnermittlung anhand der Schiffsgröße in NRZ vorzunehmen. Die so ermittelte Steuer ist abhängig von dem tatsächlich erzielten Ergebnis aus dem Schiffsbetrieb. In der Regel führt die Tonnagebesteuerung für den Anleger zu einer deutlichen Steuerentlastung gegenüber der herkömmlichen Gewinnermittlung. Um zur Tonnagebesteuerung zu qualifizieren, muss eine Vielzahl an Voraussetzungen erfüllt werden. Unter anderem müssen die Schiffe im internationalen Verkehr eingesetzt werden, und die Bereederung der Schiffe muss in Deutschland erfolgen.
Top Quartil (PE)
Top Viertel, obere 25% eines Marktbereichs
Track Record
Die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, einer Beteiligungsgesellschaft oder einer Einzelperson
Tranche
Ein Teil (des Ganzen), Teilzahlung, Teilbetrag
Transshipment
Transshipment (zu deutsch etwa „Umladung“) bezeichnet allgemein Organisierungskonzepte zur effi zienten Güterverfrachtung, auf dem Weg vom Versender zum Empfänger. Dabei werden die Waren ‚wie vom Absender verpackt‘ über einen oder mehrere Umschlagpunkte an den Endempfänger weitergeleitet.
Treuhänder
Treuhänder ist eine natürliche oder auch juristische Person, die im Sinne einer Treuhand tätig wird, also ein Recht für den Treugeber verwaltet und in bestimmten Fällen als Mittelsmann zwischen zwei Vertragsparteien geschaltet wird.
Im deutschen Recht werden Verträge grundsätzlich Zug-um-Zug abgewickelt (ergibt sich aus § 320 BGB). Ist eine solche Abwicklung jedoch nicht möglich, so wird oftmals ein Treuhänder eingeschaltet. Dies kann vor allem bei Verträgen, die hohe Werte zum Inhalt haben, sinnvoll sein. Treuhänder können z. B. Notare oder auch Banken sein.
Treuhandgebühr
Auch: Verwaltungsgebühr. Jährliche Gebühr, die direkt aus dem Fondsvermögen abgezogen wird und die Kosten der Fondsgesellschaft deckt.
Treuhandgesellschaft
Eine Treuhandgesellschaft ist ein Unternehmen, welches im Auftrag und für Rechnung eines oder mehrerer Treugeber (Anleger) tätig wird. Die Rechte und Pflichten von Treuhänder (Treunehmer) und Treugeber werden vom Treuhandvertrag geregelt.
Treuhandvertrag
Regelt die Rechte und Pflichten von Treuhänder (Treunehmer) und Treugeber
Trust
Treuhandvermögen, Treuhand
Trust Deed
Treuhandvertrag
Trustee
Treuhänder des Trust
U
Unternehmen
Als Unternehmen oder Unternehmung wird allgemein ein von Personen durchzuführendes Vorhaben bezeichnet. Im wirtschaftlichen Bereich wird seine Struktur in den so genannten Geschäftsplan aufgenommen. Die Begriffe „Unternehmung“ und „Unternehmen“ werden heute meistens synonym gebraucht. Die häufig synonym verwendeten Begriffe Projekt und Firma bezeichnen spezielle Teilmengen des Unternehmensbegriffes.
In der Wirtschaft ist ein Unternehmen eine rechtlich, wirtschaftlich und finanziell selbständige Wirtschaftseinheit mit einer eigenen Führung (Unternehmensleitung).
Unterschiedsbetrag
Im Jahr des Wechsels zur Tonnagesteuer sind der Unterschiedsbetrag zwischen Buch- und Teilwert des Schiffes sowie sonstige im Betriebsvermögen der Beteiligungsgesellschaft vorhandene stille Reserven festzustellen, die bei der Veräußerung des Schiffes oder im Falle einer Rücknahme der Option zur Tonnagesteuer nach Ablauf der zehnjährigen Bindungsfrist unabhängig vom tatsächlich erzielten Veräußerungserlös zu versteuern sind.
V
Valuta
Wertstellung, Stichtag
valutieren
Wertstellung festsetzen
Venture Capital
Venture Capital wird entweder in Form von vollhaftendem Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Finanzierungsinstrumenten (z. B. Mezzanine-Kapital) ins Unternehmen eingebracht. Es wird hauptsächlich in junge, nicht börsennotierte, technologieorientierte Unternehmen (Startups genannt) investiert. Für neugegründete Unternehmen dieser Art, die sich noch in der Konzeptphase befinden, wird das bereitgestellte Risikokapital Seed-Kapital genannt. Risikokapital kann aber auch für schon länger bestehende Unternehmen (Wachstumsunternehmen) eine Finanzierungsmöglichkeit darstellen.
Venture-Capital-Beteiligung
Eine VCG beteiligt sich mit Kapital gegen Gesellschafteranteil am Unternehmen. In der Regel sind es Minderheitsbeteiligungen von bis zu 49%. Zielsetzung ist, die Anteile nach einigen Jahren gewinnbringend zu verkaufen.
Venture-Capital-Fonds
Fonds, aus dem das Kapital für die Investments der VCG bereitgestellt wird.
Veranlagung
Steuerbescheid wurde erlassen
Veranlagungszeitraum
Steuerjahr (Kalenderjahr)
Veräußerungsgeschäft
In Deutschland unterliegen auch Gewinne aus den privaten Veräußerungsgeschäften innerhalb der Spekulationsfrist der Einkommensteuer. Obwohl umgangssprachlich von einer Spekulationssteuer gesprochen wird, ist dieser Begriff falsch. Es handelt sich hierbei nicht um eine eigenständige Steuerart, sondern die privaten "Spekulationsgewinne" rechnen als Einkunftsart zu den "sonstigen Einkünften" nach § 22 Nr. 2 und § 23 EStG.
Zweck des § 23 EStG ist es, innerhalb der Veräußerungsfrist (früher Spekulationsfrist) realisierte Gewinne aus verhältnismäßig kurzfristigen Wertsteigerungen des privaten Vermögens der Einkommensteuer zu unterwerfen. Dabei werden die folgenden Fälle unterschieden:
- Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als 10 Jahre beträgt (Ausnahme: Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden),
- Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, insbesondere Wertpapieren, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als 1 Jahr beträgt (Dies gilt nicht für Gegenstände des täglichen Gebrauchs, die nur mit Verlust veräußert werden können.)
- Veräußerungsgeschäfte, bei denen die Veräußerung eines Wirtschaftsguts früher erfolgt als der Erwerb,
- Termingeschäfte.
Veräußerungsgewinn
Steuerlich relevante Differenz zwischen dem erzielten Veräußerungserlös und dem Restbuchwert des Veräußerungsgegenstandes zum Zeitpunkt des Verkaufs.
Verkaufsrestriktionen
Auflagen, die zum Verkauf erfüllt werden müssen.
Verkehrswert
Der Marktwert bezeichnet den aktuellen Wert eines Wirtschaftsguts. Mit Erneuerung des BauGB 2004 insbesondere zu § 194 BauGB wurde klargestellt, dass der Begriff Verkehrswert synonym zu gebrauchen ist.
Verlängerungsoption
Recht einer Vertragspartei (z.B. Mieter), die Laufzeit eines Dauerschuldverhältnisses (z.B. Mietvertrag) durch eine einseitige Erklärung ein- oder mehrmals um bestimmte Zeiträume zu verlängern.
Vermögensverwaltende Gesellschaft
Eine Gesellschaft, die lediglich steuerliche Überschusseinkünfte (insbesondere Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen), also nicht sonstige Einkünfte (z.B. Einkünfte aus Gewerbebetrieb) erzielt.
Vertragsreeder
Unter Bereederung versteht man die technische und kaufmännische Betriebsführung von Seeschiffen. Der Eigentümer des Schiffes kann die Bereederung einem Dienstleister übertragen. In diesem Fall nennt man den beauftragten Dienstleister Vertragsreeder oder Schiffsmanager. Im Englischen ist die Bezeichnung ship management üblich.
volatil
schwankend
Volatilität
Schwankung
Vollfinanzierung
Wird eine Immobilie nur durch ein Darlehen finanziert, also ohne Anteil von Eigenkapital, dann spricht man von einer Vollfinanzierung.
Vorkaufsrecht
Der Vorkaufsberechtigte bekommt das Recht auf Vorkauf einer Immobilie eingeräumt.
W
Währungschance
Die Chance, durch vorteilige Schwankung des Wechsel- oder Umtauschkurses zweier Währungen, Gewinn zu erzielen. Der Währungschance steht in gleichem Ausmaß das Währungsrisiko gegenüber.
Währungsrisiko
Das Risiko, durch nachteilige Schwankung des Wechsel- oder Umtauschkurses zweier Währungen, Geld zu verlieren. Dem Währungsrisiko steht in gleichem Ausmaß die Währungschance gegenüber.
Wechselkursrisiko
Als Wechselkursunsicherheit (auch Wechselkursrisiko) bezeichnet man in den Wirtschaftswissenschaften die aus der Unsicherheit über zukünftige Wechselkursentwicklungen entstehenden Risiken. Wechselkursunsicherheiten erhöhen die Transaktionskosten für Investoren und behindern so den internationalen Güter- und Kapitalverkehr.
Wertermittlung
Durch das Verfahren der Wertermittlung wird der Verkehrswert einer Immobilie ermittelt.
Wertgutachten
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften benötigt die finanzierende Bank in der Regel zur Ermittlung des Beleihungswerts eines Objekts die Schätzung eines Sachverständigen. Dabei werden z.B. die Lage des Grundstücks, der Zustand des darauf errichteten Gebäudes und der erzielte oder erzielbare Mietertrag sowie die örtlichen Marktverhältnisse berücksichtigt.
Wertpapier
Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die ein privates Recht, beispielsweise das Miteigentum an einem Unternehmen, verbrieft. Um das Recht geltend zu machen, ist zumindest der Besitz der Urkunde notwendig. Eine Urkunde dient der Sichtbarmachung und als Nachweis eines Rechtes. Vor allem in der Übertragbarkeit liegt der Charakter des Wertpapiers. Ohne eine Urkunde kann das darin verbriefte Recht nicht geltend gemacht werden.
Wertzuwachs
Positive Wertentwicklung eines Fondsanteils inklusive Körperschaftssteuerguthaben und Wiederanlage der Ausschüttung.
Worst-Case
Im "Worst Case"-Szenarium werden im Gegensatz zum "Best Case" die denkbar ungünstigsten Entwicklungsmöglichkeiten nach einer strategischen Entscheidung abgedeckt.
X
Xetra
Bei Xetra handelt es sich um ein elektronisches Handelssystem der Deutsche Börse AG für den Kassamarkt, dessen Zentralrechner in Frankfurt am Main stehen. An diese Zentralrechner können sich Client-Rechner weltweit über das Internet oder Standleitungen verbinden.
Über 90 Prozent des gesamten Aktienhandels an deutschen Börsen werden über das Xetra Handelssystem abgewickelt (Stand 2004). Xetra ist an Handelstagen der Frankfurter Wertpapierbörse von 9:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. An der Präsenzbörse in Frankfurt am Main wird hingegen bis 20:00 Uhr gehandelt. Die Preise auf Xetra sind Basis zur Berechnung des wohl bekanntesten deutschen Aktienindex DAX.
XTF
Ein Marktsegment der Frankfurter Börse. Hier werden börsennotierte Indexfonds (ETF) sowie aktiv geführte Fonds über das Computerhandelssystem XETRA gehandelt.
Y
YTD
Häufig benutzte englische Abkürzung für "year-to-date". Bezeichet den Zeitraum seit Jahresanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt.
Z
Zeitcharter (auch "Time-Charter")
Vermietung eines voll ausgerüsteten Schiffes inklusive Besatzung für einen vereinbarten Zeitraum. Der Schiffseigner ist zuständig für Wartung und Reparatur und trägt das technische Ausfallrisiko.
Zeitcharteräquivalent
Umrechnung von Reisechartererlösen aus einem Pool auf ein kontinuierliches Einnahmeniveau im Rahmen einer theoretisch dauerhaften Zeitcharterbeschäftigung.
Zeitmietvertrag
Bei einem einfachen Zeitmietvertrag (§ 564 c I BGB) wird das Mietverhältnis nach Ablauf der festgelegten Zeit auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn der Mieter dies spätestens zwei Monate vor Ablauf des Mietverhältnisses schriftlich verlangt (Deutsches Recht).
Zinsbindung
Bei einer Zinsbindung werden die Zinsen eines Darlehens für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben.
Zinsbindungsfrist
Zinsbindungsfrist ist der Zeitraum, für den der im Darlehensvertrag vereinbarte Zinssatz festgeschrieben ist (Festzinsdarlehen). Der Begriff wird üblicherweise nur im Zusammenhang mit dinglich gesicherten Darlehen verwendet, deren Gesamtlaufzeit die Dauer der Zinsbindungsfrist übersteigt.
Zinsfestschreibung
Unter der Zinsfestschreibung versteht man den Zeitraum, für den eine Kondition (Zins, bzw. Zins und Tilgung) festgeschrieben ist.
Zinssatz
Der Zinssatz drückt die Höhe der Zinsen in Prozent aus.
Zweitmarkt
Für weiterverkaufte Geschäftsanteile, meistens Kommanditanteile gibt es einen inoffiziellen Markt, da eine Börse oder amtlich zugelassener Markt nicht existiert. Viele Initiatoren haben daher einen internen Zweitmarkt für ihre Fondsanleger organisiert.
Zwischenfinanzierung
Dient zur Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfs bis zur Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel oder bis zur Einwerbung der Eigenkapitals.



